Mönche und ein Labyrinth auf der Insel

Durch Eschenz gelangt man auf die mystische Insel Werd. Dort leben Franziskanermönche nach Franz von Assisi, und es wartet eine Kapelle sowie ein Labyrinth auf die Besucher. Weiter geht es dem Rhein entlang zum römischen Kastell in Stein am Rhein.

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Durch Eschenz gelangt man auf die mystische Insel Werd. Dort leben Franziskanermönche nach Franz von Assisi, und es wartet eine Kapelle sowie ein Labyrinth auf die Besucher. Weiter geht es dem Rhein entlang zum römischen Kastell in Stein am Rhein. Hat man sich an der historischen Anlage satt gesehen, führt der Weg zur Propstei Wagenhausen und von dort weiter zur imposanten alten Eisenbahnbrücke in Hemishofen. Von dort wandert man wieder dem Wasser entlang zurück ins malerische Stein am Rhein, wo man sich die schöne Altstadt ansehen und einkehren kann. (kar)

 

 

 

Die Wanderung im Überblick

Start:Eschenz

Ziel:Stein am Rhein

Wanderzeit:2 Stunden 20 Minuten

Weglänge:9,594 km

Gesamtaufstieg:130 m

Gesamtabstieg: 138 m

Ausrüstung:Gutes Schuhwerk, Regenjacken

Gaststätten: Stein am Rhein, Klosterstübli, Tel. 052 741 22 92

Parkplätze: In Eschenz und Stein am Rhein vorhanden

Öffentlicher Verkehr:Die S3 fährt stündlich ab St.Gallen über Kreuzlingen nach Eschenz, die S8 fährt stündlich ab Rorschach über Romanshorn nach Eschenz

Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1032 Diessenhofen, 1033 Steckborn

 

WP-Karte_14_11_2013

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1Bereits die Anfahrt im Thurbo nach Eschenz bietet wunderschöne Ausblicke. Durch die grossen Fenster blickt man auf den See, fährt entlang grüner Landschaften und entdeckt schöne Gebäude. In Eschenz steigt man dann aus und folgt dem Wanderwegzeichen nach Stein am Rhein durch das schmucke Dorf.

 

2 Nach kurzer Zeit findet man dann die Wandertafel zur Werdinsel. Diese erreicht man über einen Holzsteg, auf dem die Möwen gerne und in Gruppen sitzen. Die Insel wurde schon 5000 v. Chr. von Pfahlbauern bewohnt, und seit der Mittelsteinzeit sind Steingeräte von Jägern und Sammlern nachgewiesen. Der heilige Otmar, erster Abt des Klosters St.Gallen, wurde im Jahr 759 auf Werd in die Verbannung geschickt, wo er am 16. November desselben Jahres starb. Seit 1957 leben Franziskanermönche auf der Insel, und auch heute sind noch sechs Mönche zugegen. Tafeln ermahnen denn auch, dass die Insel ein Ort der Ruhe sei, seit Jahrtausenden nehmen sich Menschen hier Zeit, um zu beten, zu meditieren und über den Sinn des Lebens nachzudenken. Himmel und Erde sollen sich hier berühren, Engel und Heilige sollen diesen Platz oft aufsuchen, liest man auf den Tafeln rund um die Insel.

3 Wieder zurück auf dem Festland, geht es dem See entlang in Richtung Stein am Rhein. Der kleine Weg eröffnet einen malerischen Ausblick auf Stein am Rhein und die darüberliegende Burg Hohenklingen. Bald kommt man zu einer Treppe, die nach links oben führt. Dabei wählt man die Stufen mit Kies, nicht die aus Stein, um zum römischen Kastell zu gelangen. Sind die Stufen geschafft, geht man der Steinmauer entlang, dahinter versteckten sich die Ruinen der spätantiken Festung, deren Grundriss noch weitgehend erkennbar ist. Wer sich an der zur Abwehr der einfallenden Germanen erbauten Anlage satt gesehen hat, setzt die Wanderung fort und wirft noch einen Blick in die evangelisch-reformierte Kirche Burg, die am Weg liegt.

 

4Anstatt die schöne Altstadt von Stein am Rhein direkt anzupeilen, geht man entlang des Sees zur idyllischen Kirche der Propstei Wagenhausen. Die frühe Geschichte des Klosters ist bewegt, ein besonderes Merkmal ist die Marienglocke im Kirchturm der Propstei. Sie teilt sich den Geburtstag mit der Eidgenossenschaft und ist mit Gussjahr 1291 eine der ältesten noch funktionierenden Glocken der Schweiz.
 

5Von hier geht man weiter entlang des Sees, um zur Eisenbahnbrücke Hemishofen zu gelangen. Wer sich den einstündigen Marsch ersparen will, kann auch direkt nach Stein am Rhein umkehren. Oder auch von dort mit dem Schiff ein Stück zurücklegen, denn sich die eingleisige Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Etzwilen–
Singen entgehen zu lassen, wäre schade: Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1875 und wird als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft.

 

6Auf der anderen Seite des Rheins geht es danach wieder zurück in Richtung Stein am Rhein. Im schmucken Städtchen angelangt, kann man vieles unternehmen. Stein am Rhein ist sehr touristisch, und die Geschäfte haben auch am Sonntag geöffnet. Die Besichtigung der Altstadt ist ein Muss und man kommt eigentlich gar nicht darum herum. Ebenfalls lohnenswert ist der Besuch des Museums Kloster Sankt Georgen, es ist eines der bedeutendsten Schweizer Baudenkmäler aus der Zeit des späten Mittelalters und der frühen Renaissance. Gleich daneben befindet sich das Restaurant Klosterstübli, in dem es sich gemütlich einkehren lässt. Nach einem kurzen Gang durch die Stadt zum Bahnhof, geht es von dort aus wieder heimwärts.

 

Wanderung 14.11.2013
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