Gesundheitszentrum
Das Spital Appenzell rechnet mit Kündigungen – und hat deshalb einen Sozialplan erarbeitet

Im Hinblick auf die kommenden betrieblichen Änderungen am Spital Appenzell hat die Standeskommission einen Sozialplan verabschiedet, mit dem Härtefälle aufgefangen werden können.

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Das Spital Appenzell steht vor dem Wandel in ein Gesundheitszentrum. Ganz ohne Kündigungen wird das Vorhaben wohl nicht über die Bühne gehen.

Das Spital Appenzell steht vor dem Wandel in ein Gesundheitszentrum. Ganz ohne Kündigungen wird das Vorhaben wohl nicht über die Bühne gehen.

Bild: Benjamin Manser

(RK/mlb) Nach dem Wegfall des Fachbereichs der Inneren Medizin wird die Bettenstation am Spital Appenzell Ende Juni 2021 schliessen. Das Gesundheitszentrum Appenzell wird aber weiterhin verschiedene medizinische Leistungen anbieten, wie die Standeskommission in einer Medienmitteilung schreibt.

Von der Schliessung der stationären Abteilung wird auch das Personal betroffen sein. Für einige Angestellte können voraussichtlich interne Lösungen gefunden werden, ein Teil des Personals wird sich aber neu orientieren müssen. In der Mitteilung heisst es:

«Da gewisse medizinische Fachpersonen auf dem Arbeitsmarkt sehr gesucht sind, darf angenommen werden, dass die meisten Betroffenen zeitgerecht eine neue Stelle finden können.»

In Einzelfällen werde es aber wahrscheinlich zu Kündigungen durch das Gesundheitszentrum kommen. Allenfalls werden dadurch Anstellungslücken entstehen.

Der Standeskommission sei wichtig, die Spitalangestellten in dieser schwierigen Zeit zu begleiten und die nötige Unterstützung zu bieten. Sie hat daher - so ist der Mitteilung zu entnehmen - einen Sozialplan erlassen, der bei allfälligen Lücken und in Härtefällen Erleichterungen und Hilfe bietet. So enthält der Sozialplan namentlich Leistungen zur Abfederung der finanziellen Konsequenzen einer Kündigung und Unterstützungsmassnahmen bei der Stellensuche.