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Der Mond – von A bis Z

Beschäftigt hat er die Menschen schon immer. Doch was wissen wir über den Mond, der heute Abend vom Erdschatten verdunkelt wird?
Rolf App/Christof Krapf
Bei einer Mondfinsternis verfärbt sich der Trabant der Erde rot. (Bild: Getty)

Bei einer Mondfinsternis verfärbt sich der Trabant der Erde rot. (Bild: Getty)

Für einmal meint es die Wetterprognose gut. Sie verspricht für heute Freitag schönes Wetter bis in die Nacht hinein – so dass man wird sehen können, was sich am Himmel ab 21.30 Uhr Spektakuläres tut. Es handelt sich um eine totale Mondfinsternis, in deren Nähe sich noch dazu ein kräftig leuchtender Mars befindet. Plus der Planet Saturn. Ausserordentlich ist diese Mondfinsternis deshalb, weil sie mit einer Stunde und 43 Minuten so lange dauern wird wie keine mehr in diesem ja noch jungen Jahrhundert. Allerdings – das ist der Wermutstropfen – wenn es dunkel wird, ist sie schon in vollem Gange.

Zu einer Mondfinsternis kommt es, wenn der Mond durch den Erdschatten wandert, die Erde also zwischen Sonne und Mond tritt. Das kann nur geschehen, wenn die Sonne dem Mond direkt gegenüber steht, also bei Vollmond. Dass nicht jeder Vollmond eine Mondfinsternis verursacht, hängt damit zusammen, dass die Mondbahn – sein Orbit – etwas schief steht. So können pro Jahr nur maximal drei totale Mondfinsternisse beobachtet werden. Der Mond verfärbt sich dabei rötlich. Die Lufthülle der Erde streut das Sonnenlicht, und sie filtert es. Der rote (langwellige) Teil des Lichts gelangt besser durch die Atmosphäre, der blaue wird stärker an den Luftmolekülen gestreut.

Der Mond - Eine Erklärung von A bis Z

Apollo 11:

Am 20. Juli 1969 setzt der erste Mensch seinen Fuss auf die Mondoberfläche. Der Landung geht ein ehrgeiziger Wettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion voraus. Um 4.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit öffnet Neil Armstrong die Luke und steigt hinunter. Edwin Aldrin folgt ihm.

Bahn:

Seit die Apollo-Astronauten Laserreflektoren auf dem Mond installiert haben, lässt sich die Distanz zur Erde genau messen. Dabei zeigt sich: Der Mond entfernt sich von der Erde, und zwar in hundert Jahren um 38 Meter. Heute misst die grosse Halbachse der Mondbahnellipse 384400 Kilometer.

Cernan:

Eugene Cernen auf dem Mond. (Bild: Keystone)

Eugene Cernen auf dem Mond. (Bild: Keystone)

Er war der letzte Mensch, der auf der Mondoberfläche seine Spuren hinterliess. Als Kommandant von Apollo 17 flog Eugene Cernan im Dezember 1972 auf den Mond. Er verliess den Erdtrabanten am 14. Dezember. Zudem hält der 2017 verstorbene Cernan den inoffiziellen lunaren Geschwindigkeitsrekord. Mit dem Lunar Roving Vehicle (LRV) fuhr er 35 km über die Mondoberfläche und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 18 km/h.

Debakel

Zu einer Beinahe-Katastrophe kam es beim Flug von Apollo 13 zum Mond. Knapp 56 Stunden nach dem Start (um 13.13 Uhr Ortszeit im Kontrollzentrum in Houston) explodierte einer der beiden Sauerstofftanks. Kommandant Jim Lovell prägte daraufhin das heute geflügelte Wort: "Houston, wir haben ein Problem gehabt." Improvisation war von Seiten der Nasa gefragt: Anstatt auf dem Trabanten zu landen, umrundete Apollo 13 den Mond und kehrte sicher auf die Erde zurück.

Entstehung:

Vor 4,5 Milliarden Jahren formte sich der Mond aus einer Trümmerwolke.

Flecken:

Zu den grössten Rätseln für die Menschen gehören seit je die Flecken, die man schon von blossem Auge sehen kann. Ist es ein Gesicht? Oder ein Lebewesen? In Tat und Wahrheit sind die hellen Terrae (Festländer) kraterübersäte Hochländer und die dunklen Maria (Meere) lavagefüllte Tiefebenen – und allesamt knochentrocken.

Gezeiten:

Die Schwerkraft des Mondes ist verantwortlich für das Auftreten von Ebbe und Flut, den Gezeiten. Der Mond erzeugt zwei Flutberge, einen auf der dem Mond zugekehrten Seite und einen auf der Rückseite. Die beiden Flutberge bremsen die sich drehende Erde.

Houston:

Das Kontrollzentrum aller Mondmissionen befand sich in der texanischen Stadt Houston. Das Startgelände der Saturn-V-Raketen befand sich in Cape Canaveral in Florida.

Innenleben:

Das Volumen des Mondes macht ein Fünfzigstel des Volumens der Erde aus, die Mondmasse dagegen nur ein Einundachtzigstel. Das heisst: Der Mond ist leichter als die Erde, vermutlich weil er nicht einen so grossen Eisen-Nickel-Kern hat wie die Erde.

Jüdischer Kalender:

Der jüdische Kalender richtet sich nach den Mondphasen. Ein normales Jahr ist 354 Tage lang, ein Schaltjahr hat 384 Tage und dient zur Angleichung an das Sonnenjahr. Das jüdische Jahr beginnt im Herbst und ein Kalendertag mit schon am Abend. Heute Freitag schreibt man im jüdischen Kalender den 15. Aw 5778.

Krater:

Krater 308 von Apollo 11 aus fotografiert. (Bild: Keystone)

Krater 308 von Apollo 11 aus fotografiert. (Bild: Keystone)

In den ersten Milliarden Jahren nach seiner Entstehung war der Mond einem heftigen kosmischen Bombardement ausgesetzt. Das hat tiefe Spuren auf seiner Oberfläche hinterlassen.

Laune:

Früher herrschte die Ansicht vor, der Mond beeinflusse Wetter und Gemüt. Das Wort «Laune» leitet sich denn auch vom lateinischen «luna» für Mond ab. Das englische «lunatic» bedeutet verrückt.

Meer der Ruhe:

Das Meer der Ruhe (dunkel). (Bild: Keystone)

Das Meer der Ruhe (dunkel). (Bild: Keystone)

Das «Mare Tranquillitatis» oder Meer der Ruhe ist ein - trockenes - Mondmeer mit 876 km Durchmesser. 1965 schlug die Raumsonde Ranger 8 dort gezielt auf, nachdem sie über 7000 Fotos vom Mond aufgenommen hatte. Am 20. Juli 1969 landeten im Meer der Ruhe die ersten Menschen auf dem Mond (siehe Apollo 11).

Nächstes Jahr:

Bereits im nächsten Jahr, genauer gesagt am 21. Januar 2019, wird in der Schweiz erneut eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Zu einer partiellen Mondfinsternis kommt es am 16. Juli 2019 - auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Start von Apollo 11.

Planeten:

Nebst der Erde haben auch andere Planeten einen oder mehrere Trabanten. Am meisten Monde hat der Saturn mit 79, gefolgt von Saturn mit 62. Der grösste Trabant im Sonnensystem ist der Jupiter-Mond Ganymed. Mit einem Durchmesser von 5262 km ist er grösser als der Planet Merkur. Nebst dem Merkur hat auch die Venus keinen Mond.

Rückseite:

Weil die Erde eine starke Anziehungskraft ausübt, wendet uns der Mond immer dieselbe Seite zu. Wie sieht die Rückseite aus? Antwort zweier sowjetischer Raumsonden: Es gibt weniger dunkle Tiefebenen.

Saturn V:

Die US-Mondmissionen setzten auf die Saturn-V-Rakete. Das über 110 Meter lange und knapp 3000 Tonnen schwere Geschoss wurde 13mal eingesetzt - zuletzt im Mai 1973.

Temperatur:

Weil weder Atmosphäre noch Wasser die Wärmeausstrahlung dämpfen, kühlt sich der Mond in der Nacht auf minus 130 Grad ab und heizt sich tagsüber auf plus 120 Grad auf.

Ursprung:

Es gibt mehrere Theorien zur Entstehung des Mondes. Favorisiert wird seit 1975 die Erklärung, der Mond sei ein von einem Zusammenstoss mit einem etwa marsgrossen Körper abgespaltener Teil der Erde.

Vehicle:

Während der letzten drei Apollo-Missionen schickten die Amerikaner ein Mondauto - Lunar Roving Vehicle (LRV) - auf den Erdtrabanten. Das Gefährt mit Elektroantrieb war gut drei Meter lang, bestand hauptsächlich aus Aluminium und wog 210 kg.

Woher:

Die Entstehung des Mondes ist nicht restlos geklärt. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Erde in ihrer Frühphase von einem marsgrossen Körper getroffen wurde. Aus in den Weltall geschleuderten Trümmern könnte sich ein Ring gebildet haben, aus dem sich über die Jahrtausende der Mond bildete.

Yamato 791197:

Am 20. November 1979 fanden Forscher des Nationalen Institutes für Polarforschung aus Japan in der Antarktis den ersten Mondmeteoriten auf der Erde. Das mit «Yamato 791197» betitelte Fundstück, war 52,4 Gramm schwer.

Zyklus:

Uns auf der Erde zeigt sich der Mond in unterschiedlicher Beleuchtung. Die Extreme bilden Neumond und Vollmond, der ganze Zyklus dauert 27,3 Tage.

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