Getestet

Von einer Anästhesieärztin und einem Hypnotherapeuten entwickelt: Diese Schokolade ist wie Medizin

Laut den Erfindern macht die Neuro-Chocolate aus Zürich glücklich. Das liegt auch am Placebo-Effekt.

Sabine Kuster
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Die Swiss Neuro-Chocolate kostet ähnlich viel wie richtige Tabletten aus der Apotheke.

Die Swiss Neuro-Chocolate kostet ähnlich viel wie richtige Tabletten aus der Apotheke. 

Bild. zvg

Wer hat ihn nicht, den eisernen Notvorrat an Schokolade irgendwo in einer Schublade oder einem Küchenschrank? Für schwierige Tage. Sie tut einem Gutes, wenn es sonst niemand tut. Sie muntert rezeptfrei auf.

Es stimmt, dass Kakao die Aufputschmittel Koffein und Theobromin enthält. Und der Inhaltsstoff Tryptophan wird vom Körper ins Glückshormon Serotonin wandelt. Allerdings sind die Mengen sehr klein. Dass uns Schokolade glücklich macht, liegt wohl viel mehr am Geschmack und auch an der besonderen Konsistenz: Bei Körpertemperatur schmilzt sie. Und dass wir Schokolade seit Kind als Belohnung kennen und verinnerlicht haben, dass sie uns glücklich macht. Placebo-Effekt nennt sich das.

Genau dies nutzen nun eine Anästhesieärztin und ein Hypnotherapeut aus Zürich für ihre Pralinen-Lancierung. Schon der Name ist effektiv: Swiss Neuro-Chocolate. Eine Schokolade, die gut fürs Gehirn ist? Nun ja, im sehr weiten Sinn. Die Pralinen seien «der süsse Weg zur Stärkung der Selbstheilung durch Autosuggestion», lautet die Beschreibung.

Beim Geniessen solle sich der Placeboeffekt verstärken. Die Päcklein mit drei Pralinen heissen «Träum süss», «Nur Mut» und «Zum Glück». Sie beinhalten Bachblüten, darunter Rosenöl, Lavendel sowie Chili und Ylang Ylang. Sie sind bio und fair produziert und schmecken ganz okay.

Die Idee ist gut – man kann auch selber Schokolade wie Medizin verpacken, um den Placeboeffekt zu verstärken. Wenn Sie eine Swiss NeuroChocolate verschenken, dann erwähnen Sie unbedingt den Preis. Denn was so teuer ist, muss wirkungsvoll sein, oder?

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