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Vollkommen weggeblasen

Zu dieser Jahreszeit muss man in einer Gartenkolumne über Laub schreiben. Dabei wird klar: Laubbläser ist der SUV des Gärtners.
Katja Fischer De Santi

Man kommt zurzeit nicht darum herum über Laub zu schreiben, also zumindest in einer Gartenkolumne. Sobald sich die hübschfarbigen Blätter vom Baum lösen und gen Boden trudeln, werden sie zum Problem. Da liegen und rotten sie millionenfach vor sich hin. Von der Natur ist das toll eingerichtet, nur wir Gärtner stören mit unseren Rasen- und Rabattenprojekten den natürlichen Kreislauf. Wer so viele Bäume wie wir rumstehen hat und trotzdem mehr als einen feuchtmodrigen Waldboden ums Haus ziehen will, dem bleibt nur eines: ab an den Laubrechen.

Wäre da nur nicht unser Nachbar! Fast unbeweglich, mit Gehörschutz am Kopf und einem riesigen Laubbläser in der Hand steht er da. Wie ein Rambo pflügt er sich durchs Laub. Sein Gebläse auf die verzweifelt vor ihm aufflatternden Blätter gerichtet. Sein Blick lässt keinen Zweifel daran, dass er sie alle wegblasen wird. Sollen sie nur runterkommen von ihren Bäumen.

Für mich ist klar: Der Laubbläser ist der SUV des Gärtners. Ein überdimensioniertes, lautes Gerät. Kaum hat man es in der Hand, fühlt man sich stärker, der Natur überlegen, scheint alles im Griff zu haben. Interessant ist, dass ich bislang keine Gärtnerin kenne, die sich einen Laubbläser angeschafft hat. Es sind immer die Männer.

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