Vitamingehalt, Zuckeranteil und Beliebtheitswerte der einzelnen Sorten: Alles zum Apfel in zehn Grafiken

Bereits vor 10'000 Jahren wurden Äpfel angebaut. In der Schweiz werden diesen Herbst über hunderttausend Tonnen geerntet – und das von Hand.

Text: Bruno Knellwolf, Illustrationen: Rosina Mayer
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Ein reifer Apfel besteht aus 40 bis 60 Millionen Zellen. Gut zu unterscheiden sind Fruchtstiel und Fruchtfleisch. Der Fruchtstiel dient dem Transport von Wasser und Nährstoffen. Das Fruchtfleisch macht 90 Prozent der Apfelfrucht aus. Für den Geschmack sind Zucker, Säuren, Aromastoffe und weitere Substanzen verantwortlich. Die Kerne in den fünf Kernfächern sind die Samen des Apfels.

Ein reifer Apfel besteht aus 40 bis 60 Millionen Zellen. Gut zu unterscheiden sind Fruchtstiel und Fruchtfleisch. Der Fruchtstiel dient dem Transport von Wasser und Nährstoffen. Das Fruchtfleisch macht 90 Prozent der Apfelfrucht aus. Für den Geschmack sind Zucker, Säuren, Aromastoffe und weitere Substanzen verantwortlich. Die Kerne in den fünf Kernfächern sind die Samen des Apfels.

Noch hängen sie zu Hunderttausenden an den Bäumen und warten darauf, von Hand abgelesen zu werden. Denn es gibt keine Maschine, welche Äpfel behutsam vom Baum pflückt. Geschätzt wird, dass diesen Herbst 136 500 Tonnen Äpfel geerntet werden.

Das ist weniger als im vergangenen, sonnigeren Jahr und zeigt, dass bei aller Kultivierung dieser Frucht seit Tausenden von Jahren und der Industrialisierung der Obstwirtschaft der Apfel immer noch von den Launen der Natur abhängig ist.

Die absolute Nummer eins bei den Äpfeln war 2018 die Sorte Gala mit 41 758 Tonnen geernteten Früchten. Quelle: Naturmuseum St. Gallen
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Auf Platz zwei waren letztes Jahr Golden Delicious-Äpfel mit 24 290 Tonnen. Quelle: Naturmuseum St. Gallen
Auf dem Podest landeten auch Braeburn-Äpfel mit 15 929 geernteten Tonnen. Auf dem vierten Platz lag 2018 die Sorte Jonagold mit 9827 Tonnen vor Boskoop mit 7152 Tonnen. Quelle: Naturmuseum St. Gallen

Die absolute Nummer eins bei den Äpfeln war 2018 die Sorte Gala mit 41 758 Tonnen geernteten Früchten. Quelle: Naturmuseum St. Gallen

Der Apfel ist eines der ältesten Nahrungsmittel des Menschen und gehört zur Familie der Rosengewächse. So duften manche Sorten tatsächlich wie Rosen. Seinen Ursprung hat die Frucht vermutlich in der Wildform des Asiatischen Wildapfels «Malus sieversii». Dieser wuchs in Zentral- und Westasien und wurde bereits rund 10'000 vor Christus in der Region des heutigen Kasachstans angebaut.

Zucker-, Säure- und Vitamingehalt verschiedener Apfelsorten im Vergleich

Quelle: Naturmuseum St. Gallen
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Quelle: Naturmuseum St. Gallen
Quelle: Naturmuseum St. Gallen

Quelle: Naturmuseum St. Gallen

In Mitteleuropa sammelten die Pfahlbauer schon vor 5000 Jahren Wildäpfel ein. So war die Frucht in unseren Breiten schon bekannt, als sie die Römer später in veredelter Form mitbrachten. Dabei wurde, nicht wie sonst üblich, der lateinische Namen der Frucht übernommen, sondern ein althochdeutscher. Der Name Apfel leitet sich von «aphul» oder «apful» ab und nicht vom Lateinischen «pomum» oder «malum».

15,7 Kilogramm Äpfel essen Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr. Ein mittelgrosser Apfel ist 150 Gramm schwer.

15,7 Kilogramm Äpfel essen Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr. Ein mittelgrosser Apfel ist 150 Gramm schwer.

1950 standen in der Schweiz noch rund 14 Millionen edle Hochstammbäume. Doch die Bautätigkeit und die intensive Obstbauwirtschaft mit Niederstämmern führte dazu, dass nur ein Viertel der Hochstämmer überlebte. Jahrzehntelang wurde mit dem Aufkommen der Alkoholprävention das Fällen der Hochstammobstbäume mit staatlichen Prämien gefördert. Schliesslich kann aus den Früchten Apfelschnaps gebrannt werden.

Das veränderte die Landschaft massgeblich. Erst 1975 wurden die Rodungsprämien auf Druck des Natur- und Heimatschutzes abgeschafft. Heute versucht man die Zahl der Hochstämmer im Sinne der Biodiversität wieder zu erhöhen.

Ohne Bienen wird aus diesen Blüten kein Apfel.

Ohne Bienen wird aus diesen Blüten kein Apfel.

Bis aus einem Apfelkern ein grosser fruchttragender Hochstammbaum wird, vergehen Jahre. An den Asttrieben wächst erst Fruchtholz, wenn der Baumwuchs etwas nachlässt. Am Fruchtholz werden dann die Blütenknospen gebildet. Eine Apfelblüte braucht zur Befruchtung den Pollen einer anderen Sorte. Übertragen wird der Blütenstaub von Insekten, vor allem von Bienen. Kurz nach der Befruchtung beginnt das Wachstum. Die Entwicklung von der Blüte zum Apfel dauert je nach Sorte 140 bis 180 Tage.