Vielseitig und nachhaltig: Der Baustoff Holz hat Konjunktur

Holz erlebt als Baustoff eine Renaissance.

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Holz erlebt als Baustoff eine Renaissance. Durften noch vor ein paar Jahrzehnten höchstens ein Chalet oder eine Alphütte «hölzig» sein und galt im übrigen der niedliche Slogan «Holz isch heimelig», so werden heute raffinierte Einfamilienhäuser, aber auch Grossbauten (bekannt etwa: die Kantonsschule Wil) vermehrt wieder aus Holz erstellt. Rund zehn Prozent der Wohnbauten seien heute aus Holz, hat die Interessengemeinschaft Lignum errechnet – und fordert zugleich eine markante Erhöhung: Bei Bauten der öffentlichen Hand sollte ein Holzbau-Anteil von fünfzig Prozent das Ziel sein, hiess es 2008 zum «Tag des Waldes».

Auch im Brückenbau hat Holz Konjunktur; Beispiele wie der Steg von Rapperswil nach Hurden, der Schlossmühlesteg in Frauenfeld oder die Traversina-Brücke in der Viamala wurden mit Preisen ausgezeichnet.

«Holz 21» nennt sich ein Förderprogramm des Bundes. Es bringt Argumente für den Baustoff Holz. Vor allem dies: Holz wächst nach – 10 Millionen Kubikmeter jährlich allein im Schweizer Wald, oder wie Lignum rechnet: «Alle zwei Minuten stellt die Natur im Wald das Holz für ein grosszügiges Einfamilienhaus bereit.» Hinzu komme das Klimaargument: Holz bindet CO2. Würde man dies in den Kyoto-Rechnungen berücksichtigen, gab 2005 eine Motion im Nationalrat zu bedenken, so stünde die Schweiz in Sachen Klimaziele entschieden besser da. (Su.)