Viele neue Extras und ein frischer Look – so fährt sich der neue Mazda2

Die Japaner lancieren mit dem Mazda2 ein kompaktes Designerstück: Der Kleinwagen überzeugt mit einem stimmigen Gesamtkonzept.

Georg Ueding
Hören
Drucken
Teilen
Neue Wabenmuster im Frontgrill, schmalere Scheinwerfer und eine prägnantere Chromschwinge sind die äusseren Merkmale des Mazda2.

Neue Wabenmuster im Frontgrill, schmalere Scheinwerfer und eine prägnantere Chromschwinge sind die äusseren Merkmale des Mazda2.

Bild: zvg

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Optik des neuen Mazda2 kaum von der des Vorgängermodells. Das mag an den Abmessungen liegen, die sich kaum geändert haben: Die Länge wächst um 10 Millimeter auf 4,07 Meter, während die Höhe um lediglich 5Millimeter auf glatte 1,50 Meter ansteigt. Schaut man sich den Wagen ­genauer an, so fallen die feinen Design­änderungen auf, die Mazda dem Kleinwagen verordnet hat: An der Front ­bemerkt man das weiterentwickelte ­«Kodo»-Design, das auch den neuen Mazda3 ziert: neue Waben­muster im Frontgrill, schmalere Scheinwerfer und eine prägnantere Chromschwinge.

Das Ganze ergibt ein sehr stimmiges Bild, das sich im Innenraum fortführt. Die Verwendung vergleichsweise schlichter Farben und der Mix verschiedener Leder- und Ziermaterialien tun dem kleinen Mazda gut, zumal die Verarbeitung sehr stimmig wirkt. Nicht ganz ins moderne Cockpit passt das auf dem Armaturenbrett aufgesetzte Infotainmentsystem; es wirkt veraltet und ist umständlich in der Bedienung. Hier greift man besser auf Android Auto oder Apple CarPlay zurück, die beide unterstützt werden.

Überraschend modern hingegen fährt sich der Kleinwagen. Mazda verzichtet auf eine Turboauf­ladung und verbaut im Mazda2 ein Mild-Hybrid System, das den Motor über einen riemengetriebenen Startergenerator, der seine Energie aus einem Kondensator bezieht, beim Anfahren, Start-Stopp sowie beim Gangwechsel unterstützt und so den Verbrauch senken soll.

Erhältlich ist der Mazda2 als Skyactiv-G 90 M Hybrid und als Skyactiv-G 90. Beide kommen mit einem 90-PS-Benzinmotor, wobei Ersterer mit Sechsgang-Schaltgetriebe (5,3 l/100 km laut WLTP) und Letzterer mit Sechsgang-Automatikgetriebe (5,9 l/100 km) ausgerüstet ist. Beim Automaten muss der Fahrer allerdings auf die Mildhybridtechnologie verzichten.

Hybrid statt Turbo

Das 90-PS-Aggregat ist erstaunlich spritzig, mit saugertypisch direktem Ansprechverhalten lässt es sich komfortabel in der Stadt und durchaus sportlich auf Landstrassen bewegen. Das sportlich-straffe Fahrwerk trägt, zusammen mit dem weiterent­wickelten, serienmässig verbauten Fahrstabilitätsprogramm GVC Plus zum insgesamt sehr positiven Fahrerlebnis bei.

Es sorgt für eine gute Strassenlage und weniger Untersteuern, selbst bei sportlicher Fahrweise. Trotz der sportlichen Eigenschaften steckt es die auf griechischen Strassen mitunter häufig vorhandenen Schlag­löcher souverän weg.

Zeitgemäss kommt der Mazda mit einer Vielzahl an elektronischen Helferlein, die den Fahrer in gefährlichen Situationen unterstützt. Hierzu gehört neben dem standardmässig vorhandenen Tempomaten eine üppige Auswahl an zusätzlichen, optionalen Assistenzsystemen: Eine sehr gut funktionierende Verkehrszeichenerkennung, ein City-Notbremsassistent mit Fussgängererkennung, eine Müdigkeitserkennung, ein nicht immer zuverlässiger Spurhalte- und -wechselassistent sowie eine eher niedrig auflösende 360°-Kamera inklusive Ausparkassistenten. Auch LED-Matrix-Scheinwerfer oder eine Abstandsregelung gehören zur optionalen Ausstattungsliste.

Mit einem Einstiegspreis von 19800 Franken liegt der Mazda2 ein gutes Stück höher als die meisten seiner Konkurrenten, bietet dafür aber auch in der Grundausstattung serienmässig Extras wie Klimaanlage, Head-up-Display und Voll-LED-Scheinwerfer. Insgesamt liefert Mazda hier ein stimmiges Gesamtkonzept ab, das vor allem in puncto Fahrdynamik und Innenraumqualität zu überzeugen weiss. Einzig das veraltete Infotainment trübt den positiven Gesamteindruck.

Weitere Artikel unserer Mobil-Redaktion finden Sie hier: