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Vergessenes Stückgut

Immer wieder kommt es vor, dass Mieter beim Auszug aus der Wohnung, Gegenstände zurücklassen. Dieses «Stückgut» findet man oftmals in Estrich- oder Kellerabteilen. Was aber geschieht mit diesen vergessenen Gegenständen?
Was machen, wenn der Mieter nach dem Auszug Spuren hinterlässt? (Bild: ky)

Was machen, wenn der Mieter nach dem Auszug Spuren hinterlässt? (Bild: ky)

Immer wieder kommt es vor, dass Mieter beim Auszug aus der Wohnung, Gegenstände zurücklassen. Dieses «Stückgut» findet man oftmals in Estrich- oder Kellerabteilen. Was aber geschieht mit diesen vergessenen Gegenständen?

Kennt der Vermieter die neue Adresse des Mieters, so gibt es üblicherweise keine Probleme. Der Vermieter informiert den Mieter über die zurückgebliebenen Gegenstände und bittet ihn, diese abzuholen. Falls der Mieter seine Sachen trotz schriftlicher Aufforderung nicht abholt, ist der Vermieter berechtigt, diese fortzuschaffen oder entfernen zu lassen. Der Mieter kann für die Kosten haftbar gemacht werden.

Entsorgung durch Vermieter

Die Fortschaffung zurückgelassener Gegenstände durch den Vermieter ist zulässig, da der Mieter das Mietobjekt nach Gesetz in einwandfreiem Zustand hinterlassen sollte. Das bedeutet auch, dass der Mieter die Wohnung vollständig räumen und reinigen muss.

Wertvolles aufbewahren

Kennt der Vermieter die neue Adresse des Mieters nicht, so kann er wertlose Gegenstände einfach wegwerfen. Wertvolle Gegenstände muss er hingegen über eine längere Zeitdauer aufbewahren. Falls der ehemalige Mieter sich lange Zeit nicht meldet und seine Gegenstände zurückverlangt, kann der Vermieter davon ausgehen, dass der Mieter diese Gegenstände nicht zurückhaben möchte. Es empfiehlt sich, wertvolle Gegenstände auf dem Fundbüro abzugeben.

Vermieter ist kein Detektiv

Es besteht keine Verpflichtung, dass der Vermieter dem Mieter, der ohne Hinterlassung seiner neuen Adresse weggezogen ist, nachforscht, um die liegengelassenen Gegenstände zurückgeben zu können.

Der Hauseigentümerverband Schweiz HEV empfiehlt, die folgenden Regeln bei Umzügen zu beachten:

• Grundsätzlich ist eine formelle Wohnungsübergabe vorzunehmen. Dabei wird die Wohnung besichtigt und der Zustand der einzelnen Räume protokolliert. Falls die Wohnung nach dem Auszug des alten Mieters nicht erneuert wird, kann das Abnahmeprotokoll dem neuen Mieter als Übergabeprotokoll dienen.

In diesem Fall muss es vom Vermieter, dem aus- und dem einziehenden Mieter unterschrieben werden. • Während des Rundgangs bei der Wohnungsübergabe ist auf vergessene Gegenstände zu achten; Keller und Estrichabteile sind ebenfalls in den Rundgang einzubeziehen. • Verlässt der Mieter am Ende der Mietzeit die Wohnung ohne eine formelle Wohnungsübergabe, ist es von Vorteil, dem Vermieter die neue Adresse zu hinterlassen.

Das Protokoll zur Wohnungsübergabe und das Merkblatt zur Wohnungsübergabe können unter www.hev-shop.ch bestellt werden.

Thomas Oberle

Der Autor ist Jurist beim Hauseigentümerverband Schweiz

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