Unwiderstehliches Handy

Schnell & Mobil

Drucken
Teilen

Schnell & Mobil

Es klingelt das Handy – im Auto. Was ist zu tun? Verboten wär's, aber vielleicht ist es wichtig. Doch was hat man sich schon geärgert: über die anderen – über jene, die mit dem Handy am Ohr an einem vorbeirasen, wenn man auf dem Fussgängerstreifen steht, oder über den Lastwagenfahrer, der eigenartige Schlenker macht auf der Autobahn. Und im Rückspiegel sieht man dann, wie er am Mobiltelefon lacht. Also was ist zu tun, wenn das Handy singt? Mehr als die Hälfte der von der Beratungsstelle für Unfallverhütung Befragten geben zu, am Steuer das Mobiltelefon zu benutzen. Schlimm ist das nur bei den anderen, selber hat man das Auto immer im Griff. Deshalb ist es gemäss der Umfrage für rund zwei Drittel sogar ein Kavaliersdelikt. Das war das Fahren mit Alkohol auch schon. Das hat sich immerhin verbessert. Für immer mehr Autofahrer gilt nun das Null-Promille-Prinzip. (Kn.)

Hoch & heilig

Der Turmbau zu Basel

Wer zu hoch hinaus will, der riskiert den Zorn jener, die dort oben logieren – das hat die Menschheit seit Ikarus oder seit dem Turmbau zu Babel vielfach schmerzlich erlebt. Jetzt machen Herzog & de Meuron die Erfahrung bei ihrem Turmbau zu Basel: Die Olympier in der Chefetage von Roche haben das baureife Projekt gekippt, sogar mit Begründungen, was die Götter sich jeweils ersparten – die jedoch eher Fragen aufwerfen als Antworten geben. Nicht praktikabel, lautet der Hauptvorwurf an den kunstvoll drehenden Bau. Ein Projekt mit «8000 verschiedenen Fensterformen» werde es nicht mehr geben, zitiert die BaZ. Doch das hätte man schon bei der Projektbeurteilung sehen müssen. Bleibt der Verdacht des «Tages-Anzeigers»: Roche habe, die drohende Rezession vor Augen, schlicht den Mut verloren. Eine sehr irdische Reaktion. (Su.)

Aktuelle Nachrichten