Unendliche Vielfalt

Focus Kanada

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Focus Kanada

Es war ein Flug aus dem Herbst zurück in den Hochsommer. Zürich–Montreal, Ende September. Auf dem Rollfeld des Flughafens von Montreal empfing uns sengende Hitze, am Abend liess so etwas wie ein Föhnsturm die Vorhänge der gegen die Strasse offenen Restaurants tanzen. Am andern Tag dann ein Bummel durch die unterirdischen Gänge und Ladenpassagen, einem System von vierzig Kilometern Länge, einer Stadt unter der Stadt – angelegt, um den winterlichen Temperaturen von bis minus vierzig Grad zu trotzen.

Innerhalb von 24 Stunden gab das schon eine Ahnung davon, was Kanada ausmacht: Der zweitgrösste Staat der Welt ist voller Gegensätze und von einer unendlichen Vielfalt. Die Olympischen Winterspiele, die nächste Woche in Vancouver beginnen, sind uns Anlass, ein paar Stichworte, Fakten und Zahlen dieses Landes genauer anzusehen. Vom Ahornblatt zum Pelzhandel, vom Eishockey zum Weinbau – ja, auch das gibt es.

Ein erstaunliches Phänomen ist uns beim Zusammentragen der Themen aufgefallen: Trotz der Grösse des Landes wird vieles – und werden vor allem viele Menschen – in der Welt nicht als kanadisch wahrgenommen. Je nach Name hält man Kanadier für US-Amerikaner oder Französinnen. Das hat auch mit Kanada selbst zu tun. Um Karriere zu machen, müsse man in die USA, sagt manch einer. Noch ein Gegensatz also. Denn gleichzeitig ist Kanada das Einwandererland par excellence. (Hn.)

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