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TV-Sendung «Höhle der Löwen» kommt in die Schweiz

In 22 Ländern gibt es das TV-Format bereits, nun tritt «Höhle der Löwen» an, Unternehmertum in der Schweiz fernsehtauglich zu machen. Das wichtigste Element der Show sind die Investoren: Etwa der Gründer von Brack.ch, eine Techpionierin und Jürg Marquard.
Katja Fischer De Santi
Wollen ihr Geld in Jungunternehmer investieren: Tobias Reichmuth, Bettina Hein, Roland Brack, Anja Graf, Jürg Marquard (v. l.). (Bild: TV24)

Wollen ihr Geld in Jungunternehmer investieren: Tobias Reichmuth, Bettina Hein, Roland Brack, Anja Graf, Jürg Marquard (v. l.). (Bild: TV24)

Wer die beste Idee hat, bekommt am meisten Kapital, lanciert sein Produkt und wird reich. Das Prinzip der weltweit schon in 22 Ländern produzierten Sendung «Höhle der Löwen» ist so einfach wie überzeugend. Firmengründer präsentieren vor TV-Publikum und fünf potenziellen Investoren ihr Produkt und versuchen zu erklären, wie man mit genau diesem Schwamm, dieser App dereinst viel Geld verdienen kann. Ist einer der «Löwen» genannten Investoren davon angetan, macht er den Firmengründern ein Angebot, man kommt ins Geschäft.

Kapitalismuslehre und Gründerspirit verpackt in ein zeitgemässes Casting-Format, das funktioniert weltweit (siehe Kasten). Nun kommt das Format endlich in das Gründervorzeigeland Schweiz. Im Mai 2019 wird TV24 die ersten Folgen ausstrahlen. Das wichtigste Element der Show: die Investoren, schliesslich investieren sie ihr reales Geld in die Jungunternehmer.

Auf den Spuren von Donald Trump

Prominentester Name auf der Liste der Schweizer «Löwen» ist Jürg Marquard. Der 73-jährige Verleger war schon in der Schweizer Version der Donald-Trump-Show «The Apprentice» zu sehen. Auch Roland Bracks (Nach-)Name ist schweizweit bekannt. Der Aargauer hat mit Brack.ch den grössten unabhängigen Online-Händler der Schweiz aufgebaut und beschäftigt heute über 600 Angestellte. Für die Sendung konnte sich der 46-Jährige sofort begeistern:

«Ich hätte mir gewünscht, dass es vor 25 Jahren schon ein solches Format gegeben hätte.»

Als er 1994 im Dachstock der Eltern sein Unternehmen gründet habe, sei er auf sich allein gestellt gewesen. «Kein optimaler Start. Es geht nicht nur ums Geld, genau so wertvoll sind ein Netzwerk und Know-how.» Als Investor geht es ihm nicht nur um den Profit.

«Ich will in der Schweiz das Unternehmertum aktiv fördern, dafür investiere ich gerne Zeit und Geld.»

Neben Brack nimmt Bettina Hein auf einem der Investoren-Sessel Platz. Die in St. Gallen lebende 44-Jährige bezeichnet sich selbst als «Tech-Girl». Sie hat äusserst erfolgreich mehrere Unternehmen in der Softwarebranche gegründet. Etwa das Sprachtechnologie-Unternehmen SVOX, das sie für 125 Millionen US-Dollar verkaufte.

Ihr jüngstes Unternehmen ist das Start-up «HelloYellow». Ihr erklärtes Lebensziel: «5000 Arbeitsplätze schaffen.» Bei 900 Jobs steht sie zusammen mit ihrem Mann zur Zeit. Hein sagt, sie habe das Unternehmertum im Blut. Diesen Spirit will sie weitertragen.

«Gerade für Frauen ist das Gründen eine super Chance.»

Doch nur jedes zehnte Start-up in der Schweiz wird von einer Frau initiiert, vor allem in der IT-Branche spielen Gründerinnen fast keine Rolle. Hein war es darum wichtig, dass mindestens zwei Frauen in der TV-Jury sitzen. Als zweite Frau wird Anja Graf die Jury komplementieren. Die 41-Jährige Winterthurerin gründete vor 20 Jahren ihre Firma Visionapartments, die möblierten Wohnraum an Geschäftsreisende anbietet. Heute vermietet die vierfache Mutter mit ihrem Unternehmen in Zürich über 600 Wohnungen – europaweit sind es über 1800 Wohnungen.

Aus einer ganz anderen Ecke kommt der fünfte Investor in der Löwenrunde. Tobias Reichmuth ist Experte für Produkte im Bereich nachhaltiger Energie. Die ersten sechs Episoden von «Die Höhle der Löwen Schweiz» werden ab Mai zeigen, wie unterhaltend der Unternehmergeist hierzulande wirklich ist.

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