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Kolumne

Postkarte aus Trapani: Tunis ist näher als Rom

Michael Genova

Sie nennen sie die Stadt zwischen zwei Meeren. Trapani liegt im äussersten Nordwesten Siziliens. Die Altstadt ist von zwei Seiten vom Meer umgeben, im Norden vom Tyrrhenischen und im Süden vom Mittelmeer. Das gleissende Licht und der heisse Wind aus der Sahara lassen einen spüren: Trapani schwebt zwischen den Kontinenten. Afrika ist hier näher als das italienische Festland. Wer am Morgen in eine Fähre steigt, kann am Nachmittag über die Basare von Tunis schlendern.

Trapanis Randlage widerspiegelt sich auch in der Küche. Die Stadt ist bekannt für ihre Couscous-­Gerichte. Serviert wird der Hartweizengriess mit Fisch. Anders als in Nordafrika, wo er mit Gemüse und Fleisch zubereitet wird. Einige Historiker behaupten, dass die Sarazenen den Couscous bereits im Jahr 827 nach Sizilien brachten. Schriftlich erwähnt wird der Griess erstmals im 15. Jahrhundert auf Preislisten der Märkte Palermos. Und am Weihnachtstag des Jahres 1694 gab es für die Nonnen des Klosters San Salvatore in ­Palermo ein Couscous-Dessert.

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