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Kolumne

Thomas Müller ist sexy

Susanne Holz
Der deutsche Nationalspieler Thomas Müller bei der Ankunft in Frankfurt.

Der deutsche Nationalspieler Thomas Müller bei der Ankunft in Frankfurt.

Vergangener Mittwoch war hart (für meine Familie): Die deutsche Elf verlor 0:2 gegen Südkorea und schied zum allerersten Mal bereits in der WM-Vorrunde aus. Besonders hart war das für meine ältere Tochter, die sich das Klassenzimmer als einzige deutsche Schülerin mit Schweizer Schülern und Schülern, deren Eltern aus Ex-Jugoslawien stammen, teilt. Da hat man mitunter einen nicht ganz leichten Stand.

Als ich nach dem Spiel von der Arbeit heimkam, war auch ich etwas mitgenommen, ich gebe es zu. Meinen Sohn musste ich nicht trösten, der spielt derzeit Fortnite (wie letzten Sonntag hier zu lesen) und holt sich seine Siege selber. Also die kleine und die grosse Tochter aufbauen. Mir fiel nichts Besseres ein als: «Aber die deutschen Spieler sind immer noch die schönsten: Mats Hummels, Marco Reus, Manuel Neuer …»

Meine kleine Tochter schaut mich mit grossen Augen an und ergänzt: «Thomas Müller!» Oh, wie ich diese Kinder liebe. Ich sage: «Klar, Thomas Müller ist auch wirklich hübsch.» Die grosse Tochter findet: «Neymar sieht auch gut aus.» Das Schlimmste scheint überstanden, die Gedanken bewegen sich bereits weg von der deutschen Niederlage. Und überhaupt: So wie Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt, liegt die Poesie immer im Verlieren, nie im Gewinnen.

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