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Wer braucht schon Chia, Goji und Konsorten... Lauch, Erbsen und Peterli sind genauso gesund

Im eigenen Garten oder auf dem Balkon wachsen wahre Vitaminbomben. Diese einheimischen Superhelden haben keine weite Anreise hinter sich.
Silvia Schaub
Im Peterli steckt viel Kalium und viel Vitamin C. (Bild: Getty)

Im Peterli steckt viel Kalium und viel Vitamin C. (Bild: Getty)

So langsam kann ich den Ausdruck nicht mehr hören: Überall wird Superfood angeboten. Fast im Tagesrhythmus kommt neuer hinzu. Açai, Chia, Goji, Maqui, Mesquite, Spirulina, Weizengras und wie sie alle noch heissen. Alles Pflanzen, die nicht nur beim Abnehmen helfen sollen, sondern auch jugendliches Aussehen versprechen – und vor allem unheimlich gesund sind.

Federkohl - kalziumreichstes Gemüse

Das mag alles gut und recht sein. Aber ökologisch ist das ein wahrer Unsinn. Wieso soll man all diese Exoten einfliegen lassen, wenn doch vor unserer Haustür genauso Superhelden wachsen?

Federkohl: jetzt pflanzen, im Herbst ernten.

Federkohl: jetzt pflanzen, im Herbst ernten.

Zum Beispiel alle die Kohlarten, unter denen Federkohl (Brassica oleracea var. sabellica), auch als Grünkohl bekannt, besonders heraussticht und deshalb in aller Munde ist. Mit gutem Grund: Er gilt als das kalziumreichste aller Gemüse.

Federkohl können Sie jetzt als Setzlinge aus der Gärtnerei direkt ins Freiland pflanzen. Giessen Sie gut an und schauen Sie, dass die Schnecken nicht drangehen. Die sind nämlich genauso scharf auf diesen Superfood. Ernten können Sie allerdings erst ab Herbst, ist doch der Federkohl ein typisches Wintergemüse.

Bohnen und Erbsen gut fürs Herz

Auch Bohnen (Phaseolus) und Erbsen (Pisum) sind eigentliche Vitaminbomben und gut für das Herz-Kreislauf-System sowie die Blutfettwerte. Die einjährigen Pflanzen mögen ein warmes Plätzchen, sind aber ansonsten recht anspruchslos.

Lauch gehört ebenfalls zum einheimischen Superfood, wie Jardin Suisse in einer kleinen, praktischen Broschüre (im Gartenfachhandel erhältlich) ausführt. Eben habe ich von diesen leckeren Stangen im Garten geerntet. Ich hatte sie schon im letzten Frühherbst gesetzt. Sie sind perfekt entweder frisch in feine Röllchen geschnitten in einem Salat oder für eine Rahmsauce zum Pouletfleisch.

Mehr als Dekoration und erst noch mit ätherischem Öl

Eine wahre Kaliumbombe ist die Petersilie. Ich weiss, die schiebt man meist weg, wenn sie auf einem Teller als Dekoration liegt. Eigentlich schade. Sie ist nämlich reich an Vitamin C, und zudem enthält sie Apiol, ein ätherisches Öl, das harntreibend wirkt und deshalb auch bei Harnwegsinfekten eingesetzt werden kann.

Rucola und Cicorino vom Balkon

Und jetzt, wo die Eisheiligen vorbei sind, kann man sich auch an wärmebedürftige Superfood-Setzlinge wie Tomaten, Peperoni, Rucola und Cicorino Rosso wagen. Wer etwas Platz hat, kann sie auch gut auf dem Balkon in Töpfen ziehen. Denn was gibt es schon Besseres, als das eigene Gemüse frisch zu ernten und gleich zu geniessen! Da stecken nicht nur viel mehr Vitamine drin, als wenn sie vom Supermarkt kommen, sie haben auch keine weite Anreise hinter sich.

Infos: www.superfood-pflanzen.ch

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