Sting als Dionysos

Oper Nach seiner Renaissance-CD wendet sich Sting nun auch noch der Oper zu. Der britische Rockstar spielt und singt im Théâtre du Châtelet in Paris eine der Hauptrollen in der Oper «Welcome to the Voice» des Briten Steve Nieve.

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Hiroshi Sugimoto: «Hyena-Jackal-Vulture» (Hyäne-Schakal-Geier). (Bild: Kunstmuseum Luzern)

Hiroshi Sugimoto: «Hyena-Jackal-Vulture» (Hyäne-Schakal-Geier). (Bild: Kunstmuseum Luzern)

Oper

Nach seiner Renaissance-CD wendet sich Sting nun auch noch der Oper zu. Der britische Rockstar spielt und singt im Théâtre du Châtelet in Paris eine der Hauptrollen in der Oper «Welcome to the Voice» des Briten Steve Nieve. Zusammen mit Elvis Costello und der Sopranistin Sylvia Schwartz erhielt er bei der Premiere vom Donnerstagabend tosenden Beifall. Sting spielt den Arbeiter Dionysos, der sich in eine Sängerin verliebt hat; Costello gibt einen massigen, bösartigen Kommissar. In einer Nebenrolle tritt auch Stings Sohn Joe Sumner auf. (sda)

Fotografie

Sugimotos Welt

Das Kunstmuseum Luzern zeigt eine Retrospektive Hiroshi Sugimotos. Der japanische Fotograf ist 1948 in Tokio geboren, studierte unter anderem in Los Angeles und kam 1974 nach New York, wo er bis heute lebt. Er spielte zunächst mit dem Gedanken, Modefotograf zu werden, schaffte dann aber Ende der 70er-Jahre den Durchbruch als Künstler. «Mein Anliegen ist es, mit den Mitteln der Fotografie eine uralte Stufe der menschlichen Erinnerung sichtbar zu machen», sagt Sugimoto. Sugimoto ist kein Jäger von Schnappschüssen. Im Gegenteil, dem Bild geht eine minutiöse Vorbereitung voraus. «Ich habe meine Bilder schon im Kopf, dann gehe ich hinaus, um diese Ideen zu realisieren.» Dabei arbeitet er mit einer alten Grossbildkamera aus dem 19. Jahrhundert. Das Resultat seiner Arbeit sind fast abstrakt anmutende Schwarz-Weiss-Bilder mit Wasser und Luft, die Horizontlinie immer in der Mitte. In Luzern sind die Serie der Dioramen im Naturhistorischen Museum von New York ebenso zu sehen wie die «Theaters», die Architektur-Serie oder die Renaissance-Porträts. (sda)

Bis 25. Januar, Kunstmuseum Luzern, geöffnet Di–So 10–17 Uhr, Mi bis 20 Uhr.

Film

«Der Freund» gewinnt

Die Zürcher Filmpreise 2008 gehen an den Spielfilm «Der Freund» (Hauptpreis von 20 000 Franken) und an den Filmverleih «LookNow» (Spezialpreis von ebenfalls 20 000 Franken) für den «zwanzigjährigen unermüdlichen Einsatz für den künstlerisch anspruchsvollen Film». Bei den Erfolgsprämien der Zürcher Filmstiftung schnitten der Spielfilm «Breakout», der Dokumentarfilm «Heimatklänge» und der Kurzfilm «Auf der Strecke» am besten ab.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Dokumentarfilme «No More Smoke Signals» von Fanny Bräuning und «Hidden Heart» von Werner Schweizer und Cristina Karrer, der Kurzfilm «Auf der Strecke» von Reto Caffi sowie der Spielfilm «Das Geheimnis von Murk» von Sabine Boss. (sda)

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