Stars zum Ausschneiden, jetzt zum Anklicken

Die erste von allen war Brigitte Bardot. «BB in Lebensgrösse zum Ausschneiden», so warb die Zeitschrift «Bravo» 1959 für ihren ersten Starschnitt.

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Die erste von allen war Brigitte Bardot. «BB in Lebensgrösse zum Ausschneiden», so warb die Zeitschrift «Bravo» 1959 für ihren ersten Starschnitt. Jedem Heft lag von nun an ein Körperteil von Bardot zum Ausschneiden bei, bis ihre Fans am Schluss ein lebensgrosses Porträt der Schauspielerin ins Zimmer hängen konnten. Der Starschnitt kam an, und die Idee wurde fortgesetzt. Zwischen Brigitte Bardot 1959 und Michael Herbig 2004 druckte die «Bravo» nicht weniger als 118 Starschnitte ab. In den 60er-Jahren waren noch Schlagerstars wie Rex Gildo, Freddy Quinn oder Roy Black hoch im Kurs. In den 70ern folgten die Rocker Mick Jagger, Alice Cooper und Status Quo. In den 80ern gab es sogar einen Starschnitt des Ausserirdischen E.T., und in den 90ern fanden die Boygroup New Kids on the Block und der Serienstar Jason Priestley Stück für Stück den Weg in die Teenagerzimmer. Der Deutsche Roland Lagarden hat sich die Mühe gemacht, alle 118 «Bravo»-Starschnitte zu sammeln und ein detailliertes Verzeichnis online zu stellen. Beim Klicken durch die Starschnitte werden Erinnerungen wach, und vergessene Peinlichkeiten kommen wieder zum Vorschein. Seit 2005 veröffentlicht die «Bravo» übrigens keine Starschnitte mehr. Die Band Tokio Hotel lag 2006 als DIN-A3-Bögen dem Heft bei, die man ohne die Schere zu zücken aneinanderkleben konnte. (rbe)

www.lagarden.de

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