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Sommer-Talk
Immunologe im Koma: Beda Stadler, hat Sie die Krankheit verändert?

Er gilt als der bekannteste Immunologe der Schweiz und ist wohl auch der umstrittenste. Was der grosse Kritiker, der selbst an Corona erkrankte, heute zur Coronasituation sagt, erzählte er im «SommerTalk» der TV-Sender von CH Media.

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Zu Beginn der Pandemie hat Beda Stadler mit seinen kontroversen Aussagen polarisiert, grosse Teile der Infektionswelle im vergangenen Winter jedoch zogen an ihm vorbei: Nach einer Hirnoperation verlor er fast sein Leben. Sechs Wochen lag der emeritierte Professor für Immunologie der Uni Bern nach der Operation im künstlichen Koma, die Ärzte warnten seine Familie vor: Er werde nicht mehr derselbe sein, wenn er aufwache.

Doch es kam anders. «Es geht mir sehr gut, ich bin wieder gesund», sagte er in der Sendung «Sommer-Talk» der regionalen TV-Sender von CH Media. Nur die Nebenwirkungen der Medikamente würden ihm noch zu schaffen machen.

Doch das ist nicht alles. Als Stadler wieder bei Sinnen war, eröffneten ihm die Ärzte, dass er zudem an Covid-19 erkrankt sei. «Es gibt ein Leben und es ist wichtig, dass man das hier und jetzt lebt», so Stadlers Erkenntnis. Seine Covid-Erkrankung habe er öffentlich gemacht, weil er vor allem auch vielen älteren Menschen Mut habe machen wollen:

«Es hiess immer, 15 Prozent der Infizierten über 85 sterben, mir wäre lieber gewesen, man hätte gesagt: 85 Prozent überleben.»

Für den aktuellen Umgang mit dem Virus wünscht sich Beda Stadler «eine rationalere Ebene». Es gehe zu sehr ums Glauben und das verunsichere viele. «Ich kenne Leute, die sich nicht impfen lassen – nicht, weil sie Impfgegner sind, sondern, weil sie wahnsinnig verunsichert sind.»

Die Sendung mit Beda Stadler in voller Länge:

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(smo)

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