Analyse

Soll man trotz Maske zum Lippenstift greifen? Unsere Lifestyle-Autorin hat eine klare Meinung

Auch wenn man ihn nicht immer sieht: Den Lippenstift sollte man sich trotz Maske nicht sparen. Aber es muss der richtige sein.

Deborah Gonzalez
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Die Maske offenbart neue Tücken des Lippenstifts.

Die Maske offenbart neue Tücken des Lippenstifts.

Bild: Getty

Die Maske ist der Erzfeind der Lippenfarbe. War der Lippenstift, egal ob matt oder gloss, bis vor kurzem noch ein Muss in der täglichen Schminkroutine, fällt er jetzt immer mehr weg. Warum sollte man die Lippen anmalen, wenn man eine Maske tragen muss, sagen sich viele.

Klar, lässt man Mund und Wangen aus, spart man immerhin ein paar Minuten am Morgen. Doch dann sieht man auch nur halbwegs fertiggemacht aus. Als würde man ein Pyjamaoberteil zu einem eleganten Rock tragen – in etwa. Richtig toll ist das nicht.

Zugegeben, es kann Probleme bereiten, wenn man sich dieser Tage für den Lippenstift entscheidet. Da sind jene Frauen, die ständig in die Tasche greifen, um nach einem Spiegel zu suchen und sich zu vergewissern, dass nichts verschmiert ist. Und ein Blick ins Innere der Maske offenbart, dass mehr Farbe darauf zu finden ist als auf den Lippen. Und schlimmer noch: Der ganze untere Teil des Gesichts ist mit der Lippenstiftfarbe verschmiert.

Coco Chanel hilft in diesen Tagen weiter

Doch Lippenstift- und Maskentragen muss nicht zum clownesken Horrorszenario verkommen. Es ist nur eine Frage der Produktwahl. Wichtig ist es, darauf zu achten, welche ­Textur der Lippenstift hat. Auf Gloss sollte während der Maskenpflicht verzichtet werden, da er tatsächlich auf der Mundbedeckung und somit auf dem Rest des Gesichts hängen bleibt. Stattdessen sollte man zu einem matten, am besten flüssigen Lippenstift greifen.

Viele Marken versprechen kussfeste Lippen, mit Farben, die bis zu 24 Stunden an den Lippen bleiben sollen. Essen, trinken und knutschen – all das soll dem Halt nichts anhaben. Die ­Kosmetikfirma L’Oréal Paris geht mit ihrem «Rouge Signature Matte Lip Stain» sogar noch ein bisschen weiter.

Der «Rouge Signature Matte Lip Stain» von L’Oréal Paris

Der «Rouge Signature Matte Lip Stain» von L’Oréal Paris

Bild: zvg

Ein Make-up-Artist der Marke sagte in einem Interview:

«Dieser Lippenstift hat den Test der aktuellen Lage be­standen und bleibt auf den Lippen. Es bleiben keine Flecken oder verschmierte Wangen, sobald man die Maske abnimmt.»

Auch Kylie Jenner, eins der Kardashian-Clan-Mitglieder, verspricht, dass die Lippenstifte ihrer Firma Kylie Cosmetics der Maske standhalten, ohne zu verschmieren oder Rückstände zu hinterlassen. Wer nicht so tief ins Portemonnaie greifen möchte, der kann es mit den «Super Stay Matte Ink»- Lippenstiften von Maybelline versuchen. Auch die Produkte sind coronageprüft.

Der «Super Stay Matte Ink» von Maybelline.

Der «Super Stay Matte Ink» von Maybelline.

Bild: zvg

Sollte jemand immer noch nicht verstehen, wieso der Lippenstift essenziell ist, kann man getrost auf die Modeikone Coco Chanel verweisen. Ihre Aussage «On a bad day, there’s ­always lipstick» lässt sich in diesen trostlosen Tagen umformen:

«In Coronazeiten bleibt einem immer der Lippenstift.»