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So wirken Bäume gegen Stress

Mehr Natur in sein Leben zu bringen, ist keine Zauberei. Vier Tipps von Buchautor Hilarion Petzold.
Melissa Müller
Bäume geben ätherische Öle an die Luft ab, die den Blutdruck senken.

Bäume geben ätherische Öle an die Luft ab, die den Blutdruck senken.

  • «Die einfachste Art, sich Grünes ins Haus zu holen, sind Zimmerpflanzen, aber auch Landschaftsbilder», sagt der Psychotherapeut. Gärtnern und Naturaufenthalte könnten bei Suchterkrankungen und Depressionen Positives bewirken – in Kombination mit anderen Therapien. Die Sinne wollen stimuliert werden, und genau das passiert beim Gärtnern: Man wühlt in der Erde, riecht Kräuterduft, pflückt und erntet, hält sich fit, erschafft etwas in der Gruppe und teilt Erfolgserlebnisse. «Es entstehen Nähe und Gemeinschaftsgefühl.»
  • Schon der Anblick von Bäumen und den Grüntönen macht gelassener – darauf deuten Studien aus den USA und Japan hin. Bäume bilden Terpene zum Schutz vor Keimen und Insekten. Die ätherischen Öle werden an die Luft abgegeben. Ein Waldspaziergang stärkt das Immunsystem, senkt den Blutdruck und reduziert Stresshormone. Bereits nach 20 Minuten im Blätter- und Nadelgrün setzt die Entspannung ein. Man muss dafür also nicht einmal Bäume umarmen. «Waldbaden» wird der gesundheitsfördernde Umgang mit Bäumen in Japan genannt, «Shinrin-yoku». «Machen Sie täglich einen Waldspaziergang», sagt Petzold. Wer in einer Stadt wohnt, kann auch einen Park aufsuchen.
  • Tiere als Türöffner: Selbst wenn man in einem Block lebe, könne man sich Leben ins Haus holen, etwa Springmäuse halten oder Wellensittiche, meint Petzold. Auch ein Hund kann das Familienleben bereichern mit seiner Empathie; «nicht umsonst sind Hund und Mensch seit 10000 Jahren ein Team». Das Tier kann in Therapien ein Türöffner sein und die Kommunikation fördern. Kinder, die etwa an ADHS leiden, können in der Gegenwart von Tieren aufblühen und zur Ruhe kommen. Es bringe aber nichts, wenn sich Familien, die im Alltag schon überfordert sind, einen Hund zulegen. Doch gebe es die Möglichkeit, dass ein Tiertherapeut die Familie mit einem Hund aufsucht. Auch Dog-Sharing ist eine Option – oder man kann einen Hund aus dem Tierheim abholen und ihn gelegentlich spazieren führen.
  • «Jeder Ausflug ins Grüne, an Seen oder in die Berge ist ein Beitrag an die Gesundheit», sagt Petzold. Oft empfindet man Ehrfurcht, wenn man vor einem Wasserfall steht, angesichts eines Gletschers oder Bergs. «Menschen pflegen zu sagen: Da geht mir das Herz auf», sagt Hilarion Petzold, der von einer natur­ästhetischen Erfahrung spricht. «Dabei lösen sich Verspannungen. Gefässe weiten sich und Stress wird gepuffert.»

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