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So klappt's mit dem Basilikum

Der Basilikum verwelkt schneller, als man Ersatz kaufen kann? Mit diesen Massnahmen hält er mindestens ein paar Wochen länger.
Nicole Häfliger
Wer seine Basilikumpflanzen regelmässig beerntet, regt sie zu weiterem Blattwuchs an. Wichtig ist, ganze Triebe abzuschneiden. (Bild: Fotolia)

Wer seine Basilikumpflanzen regelmässig beerntet, regt sie zu weiterem Blattwuchs an. Wichtig ist, ganze Triebe abzuschneiden. (Bild: Fotolia)

Gehören Sie auch zu denen, die immer wieder ein neues Töpfchen Basilikum für die Küche kaufen müssen? Dies, weil das Kraut bald das Zeitliche zu segnen pflegt, ganz egal wie gut Sie sich darum kümmern? Falls Sie meinen, das läge an Ihnen, dann seien Sie versichert: dem ist nicht so. Wenn Basilikum wachsen kann, wie er will, dann wird aus ihm eine stattlich buschige Pflanze, die es auf mehr als einen halben Meter Höhe schafft. Dafür aber braucht er Platz. Deutlich mehr, als ihm ein handelsübliches Küchenbasilikumtöpfchen voller anderer Mitpflanzen bieten kann.

Zusammengepfercht auf derart engem Raum hilft es diesen Basilikümmern auch nicht, wenn man sie umsorgt und hätschelt.

Das soll es auch nicht, denn sie sind schlicht nicht gedacht dafür, viel länger als einen Monat zu überleben. Und so erliegen sie frühzeitig – weil sardinenbüchsenmässig geschwächt – einer Krankheit oder einem Schädlingsbefall, wenn sie nicht schon vorher mangels Platz und Nährstoffen eingegangen sind. Das Schicksal, als Ein- oder Zweiwegartikel zu enden, ist aber nicht in Stein gemeisselt.

Gemeinsam in einem Topf

Die lebensverlängernden Massnahmen sind simpel: Kaufen Sie sich einen Mehrpflanzentopf. Im besten Fall sind die Pflanzen noch klein, mit grösseren klappt es aber auch. Leeren Sie vorsichtig den Topf aus und ziehen Sie (langsam und mit Gefühl!) die einzelnen Pflanzen auseinander. Jede Pflanze Wurzeln bekommt nun ein eigenes Plätzchen, entweder im Freiland oder in einem Topf. Der Abstand zur Nachbarpflanze sollte mindestens zehn Zentimeter betragen; wer grössere, buschigere Pflanzen möchte, wählt einen grösseren Abstand.

Mein Tipp: Basilikum ist ein guter Partner für Topftomaten – beide sind Starkzehrer, brauchen also gut gedüngte Erde, und sie haben denselben Wasserbedarf. Ausserdem bieten sie zusammen einen netten Anblick, nicht nur auf dem Teller. Der Weg zum Teller führt über die Ernte und somit zu einer weiteren Möglichkeit, das Leben Ihrer Pflanzen zu verlängern. So paradox sich das anhören mag, es stimmt. Wer seine Basilikumpflanzen regelmässig beerntet, regt sie zu weiterem Blattwuchs an und kann dadurch die Blütenbildung – das eigentliche Lebensziel dieser einjährigen Pflanze – um einige Wochen hinauszögern. Jedenfalls, wenn man richtig erntet.

Statt einzelne Blättchen wegzuzupfen, denn diese können nicht mehr nachwachsen, schneidet man stets ganze Triebe ab.

Dabei setzt man den Schnitt dicht über einem Blattpaar an. Als Reaktion wird in den beiden Blattachseln ein neuer Trieb wachsen, wodurch gleich doppelt für Nachschub gesorgt ist. Dieser Vorgang, der in der Fachsprache «Pinzieren» heisst, wird auch bei Zierpflanzen angewendet, wenn man sie sie kompakter halten will. Und tatsächlich. So beerntet bereichert der Basilikum nicht nur unsere Gerichte, sondern ist von Schnitt zu Schnitt auch immer schöner anzusehen.

Doch auch wenn man fleissig pinziert, irgendwann wird die Pflanze unweigerlich blühen. Die wenigsten freuen sich über die weissen Blütenstände, da sich nun auch die Qualität der Blätter verändert: sie werden derber und meist bitter. Statt den Basilikum nun aber dem Kompost zu überlassen, ist es ratsam, die Blätter und Blütenstände zu trocknen. Als Gewürz taugt er zwar nichts mehr, aber aufgegossen als Tee ist er ein hervorragendes Mittel gegen Übelkeit.

Die Autorin ist im Appenzellerland aufgewachsen und arbeitet heute in der Gartenberatung. Sie ist auch Buchautorin.

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