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Mit diesem kuriosen Fussballwissen punkten Sie im WM-Smalltalk

Noch zwei Wochen bis zur WM in Russland. Wir verkürzen die Wartezeit mit einer Reihe ausgefallener Episoden rund ums runde Leder.
Christian Satorius

Goalie verkleinert sein Tor

Eigentlich ist ein Tor ja 7,32 Meter breit. Eigentlich. Kim Christensen war das im Jahr 2009 aber ein bisschen zu viel und so setzte der Goalie des IFK Göteborg mitten im Spiel gegen den Örebro SK ganz einfach den Torpfosten um und machte sein Tor damit ein paar Zentimeter kleiner. Sein Pech: TV-Kameras filmten ihn dabei und so flog die ganze Aktion auf. Seine Ausrede: «Die Pfosten sind manchmal nicht fest verankert.»

Lag es am Wein?

Weil die Verantwortlichen der französischen Nationalmannschaft fürchteten, 1966 an der WM in England nur schlechten Wein zu kriegen, nahmen sie selber 1500 Liter Rotwein mit. Die Franzosen schieden in der Vorrunde kläglich aus.

Vier rote Karten

Ricky Broadley von den walisischen Mountain Rangers fing sich bei einem Cupspiel gegen Penrhyndeudraeth im Jahre 2010 gleich vier rote Karten ein. Die erste bekam er von Schiedsrichter John Owen dafür, dass er einem gegnerischen Spieler mit dem Fuss an den Kopf getreten hat. Aus Wut über die rote Karte schnappte Ricky sich einen Eimer Wasser, der am Spielfeldrand stand, und kippte den Inhalt über dem Unparteiischen aus. Dafür sah er zum zweiten Mal Rot. Schliesslich verliess Broadley dann aber doch das Spielfeld – allerdings nicht, ohne sich lauthals zu beschweren, was ihm gleich die dritte rote Karte einbrachte. Die vierte rote Karte fing sich Broadley schliesslich ein, als er nach Spielschluss im Clubhaus noch einmal auf den Schiedsrichter losging.

Zuschauer spielten mit

Früher war alles viel einfacher, 1910 zumindest. Da fehlten der deutschen Mannschaft beim Länderspiel gegen Belgien in Duisburgs Grunewaldstadion doch glatt vier Mann. Kein Problem dachte man sich damals, dann lassen wir einfach ein paar Zuschauer mitspielen. Kleiner Wermutstropfen: Belgien gewann trotzdem 3:0.

Hautausschlag wegen Frust

Das Fachblatt «Journal Of The Royale Society Of Medicine» ­dokumentierte den Fall eines 38-jährigen Londoners, der während der WM 1986 innert wenigen Tagen zweimal von Nesselfieber betroffen war. Vermutete Ursache der Mediziner: «Frustration, der englischen Mannschaft beim Spielen zuzuschauen.»

Penalty zu zweit

Auf den Färöer-Inseln kann es ganz schön windig werden, und so darf dort – und zwar nur dort – ein Mitspieler beim Penalty den Ball festhalten, damit dieser nicht vom Elfmeterpunkt geblasen wird, ehe der Mitspieler geschossen hat. Die Fifa hat das ganz offiziell abgenickt.

Kein Gassenhauer

Eines der am schlechtesten besuchten Spiele der Welt dürfte wohl am 6. Dezember 1930 im West-Ham-Stadion zwischen Luton Town FC und dem Thames Association FC stattgefunden haben. Von den damals insgesamt 120000 Sitzplätzen des Stadions blieben nämlich ganze 119531 leer. Auch bei der allerersten Weltmeisterschaft überhaupt, die 1930 in Montevideo stattfand, war die Begegnung Peru gegen Rumänien mit nur 300 Fans nicht allzu gut besucht.

Glocken zum 1000. Tor

Als Pelé am 19.11.1969 sein 1000. Tor (Penalty) schoss, läuteten in ganz Brasilien die Kirchenglocken. Das Spiel musste minutenlang unterbrochen werden, weil die Fans Zeit zum Jubeln brauchten.

149 Eigengoals

Mit 149:0 endete am 31. Oktober 2002 das denkwürdige Spiel AS Adema gegen Stade Olympique de l’Emyrne (SOE) für den AS Adema in der Hauptstadt Madagaskars. Die 149 Tore waren übrigens allesamt Eigentore, mit denen Stade Olympique de l’Emyrne gegen einen vorangegangenen Schiedsrichterentscheid protestieren wollte.

Schön muss er sein

Fussballer sind auf gutes Aussehen bedacht, manchmal auch noch nach der Karriere. Die kolumbianische Goalie-Legende René Higuita nahm 2005 im Alter von 39 Jahren an der TV-Serie «Cambio Extremo» («Extreme Verwandlung») teil. Dabei unterzog sich der «El Loco» genannte Higuita vor laufenden Kameras folgenden Schönheits-OPs: Silikon-Kinn-Implantat, Fettabsaugen, Lidkorrektur, Chemisches Peeling, Nasen-OPs.

Sicherheit geht vor

Sicherheitsvorkehrungen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon beim allerersten WM-Endspiel, das 1930 in Monte­video ausgetragen wurde, nahm man den Zuschauern, die ins Stadion wollten, vor dem Spiel ganze 1600 Schusswaffen ab.

29-mal schlechtes Wetter

Beim Scottish Cup von 1979 mussten sich die Zuschauer ein wenig länger gedulden, um das Spiel Inverness Thistle gegen Falkirk sehen zu können. Es wurde wegen des schlechten Wetters ganze 29-mal verschoben.

Keine Schuhe

An der WM 1950 verzichteten die qualifizierten Inder auf die Teilnahme, da der Weltfussballverband Fifa das barfüssige Spielen verbot. Seither qualifizierte sich Indien nie mehr für eine WM.

Alleine weitergespielt

1956 überraschte dichter Nebel die Spieler auf dem Platz, so dass das Spiel Chelsea gegen Charlton Athletic abgebrochen werden musste. Sam Bartram, Goalie von Charlton Athletic, merkte das aber ganze fünfzehn Minuten lang überhaupt nicht. Erst ein Polizist, der über das Spielfeld ging, machte ihn darauf aufmerksam, dass alle anderen den Platz längst verlassen hatten. Bartram erinnerte sich später in seiner Autobiografie: «Was, um alles in der Welt, machen Sie hier noch?», fragte der Polizist. «Das Spiel wurde schon vor einer Viertelstunde abgebrochen. Der Platz ist absolut leer.»

Alle Spieler vom Platz

2011 stellten die Fussballer der fünften Liga in Argentinien einen bemerkenswerten Weltrekord auf: Sämtliche Spieler, alle Ersatzspieler und sogar die Betreuer flogen im Spiel Claypole gegen Victoriano Arenas kurzerhand allesamt vom Platz. Schiedsrichter Damien Rubino sah rot, und das gleich 36-mal, als die Rangeleien, die auf dem Spielfeld begonnen hatten, immer mehr ausuferten. Endergebnis: 36 rote Karten und ein Weltrekord.

0 Sekunden Spielzeit

Am 24. November 1999 wurde Walter Boyd im Spiel des FC  Swansea gegen Darlington in einer Spielunterbrechung eingewechselt. Doch noch bevor das Spiel wieder angepfiffen werden konnte, versetzte er einem gegnerischen Spieler auch schon einen Hieb mit dem Ellenbogen. Dafür sah er auf der Stelle die rote Karte und durfte den Platz auch gleich schon wieder verlassen. Spielzeit: atemberaubende 0 Sekunden.

Spielstand 333:293

Die Cotswold All Stars besiegten im längsten Fussballspiel der Welt im Jahr 2010 den Cambray FC ganz locker mit 333 zu 293 Toren. 35 Stunden lang hatten sich die beiden Vereine für einen guten Zweck gegenseitig die Bälle abgejagt, dann wurde das Spiel aufgrund starken Regens abgebrochen und für ­beendet erklärt. Auch wenn die insgesamt 36 Spieler, die eingesetzt werden durften, durchaus noch fit aussahen, so galt das nicht für den Rasen. Das Grün war beim Spielstand von 333:293 schon derart zertreten, dass ihm der beginnende Regen den Rest gab.

Die Welle

Die weltweit beliebten La-Ola-Wellen breiten sich in einem Stadion in der Regel im Uhrzeigersinn aus und haben eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 20 Sitzen (nebeneinander) pro Sekunde.

Roboter als Weltmeister

Roboter können heute ja schon eine ganze Menge. Da ist es wohl kein Wunder, dass sie inzwischen auch Fussball spielen. Seit 1997 findet sogar eine eigene Fussball-Weltmeisterschaft im Roboterfussball statt, der Robo-Cup. Wer nun meint, dass da lediglich ein paar verkabelte Blechbüchsen ziellos vor sich hin wackeln, der irrt gewaltig. Fussballroboter sind längst in der Lage, sich den Ball in packenden Duellen abzujagen und gekonnt auf das Tor zu schiessen. Spannend anzuschauen ist das schon heute. Das ganz grosse Ziel, dass man sich beim Robo-Cup gesteckt hat, ist aber noch in weiter Ferne: Im Jahr 2050 wollen die Roboter den amtierenden Weltmeister schlagen.

Hinweis: Ein paar Informationen sind aus dem witzigen Taschenbuch «Neon: Unnützes Fussball-Wissen» (Heyne-Verlag 2012 )

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