Naturphänomen
Sie haben Glück: Heute Nacht strahlt der grösste Supermond seit 1948 am Himmel

Am 14. November lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel. Dann ist Vollmond, aber einer der besonderen Sorte: Der grösste und hellste Supermond seit 68 Jahren wird die Nacht erhellen.

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Hier leuchten der CN Tower im kanadischen Toronto und der Supermond um die Wette.
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Am licht- und farbenfrohen kambodschanischen Wasserfest wirkt der Supermond schon fast deplatziert.
Ein seltenes Bild: Die Freiheitsstatue in New York und der Supermond von angesicht zu angesicht.
Die Lichter der Mega-Metropole Hongkong sind alleine schon ein Hingucker. Noch spektakulärer wird der Anblick der Skyline mit dem riesigen Mond darüber.
So sehen die Menschen in Peking, China das Naturereignis.
Diese Flugpassagiere über Peking, China dürften einen herrlichen Blick aus dem Kabinenfenster geniessen.
Hier geht der Supermond über einer katholischen Kirche in der philippinischen Hauptstadt Manila auf.
Der Supermond über dem Grossen Palast in Bangkok, Thailand.
Diese tolle Aussicht geniesst man derzeit in Kathmandu, Nepal.
Impressionen vom Supermond von verschiedenen Destinationen der Welt (November 2016)
Der Supermond über dem berühmten Bogen von St. Louis, im US-Bundesstaat Missouri.
Hier scheint er über der Skyline von Kansas City, ebenfalls Missouri.
So erlebten die Menschen im US-Bundesstaat Kalifornien das Naturschauspiel.
Auch in Südafrika ist der Supermond derzeit zu sehen.
Hier prangt der Erdtrabant über dem Lake Michigan bei Milwaukee im US-Bundesstaat Michigan.
Der Supermond geht über dem berühmten «Valley of the Gods» im US-Bundesstaat Utah auf.
Hier zieht der Supermond hinter dem Reunion Tower in Dallas, Texas auf.
Der Supermond leuchtet in Sacramento, Kalifornien mit einer Leuchtreklame um die Wette.
So schön ist das Spektakel derzeit in Spanien zu bewundern.
Und so schaut das Ganze in Columbus, Ohio aus.
Hier bewundern Strandspaziergänger in Portugal das Naturschauspiel.
In Winchester im US-Bundesstaat Virginia knipst ein Mann den Supermond mit seinem Handy.
Hier geht der Supermond über Springfield, Virgina auf.
Hier geht der Supermond über Springfield, Virgina auf.
So leuchtet der Mond derzeit in Santiago de Chile.
Hier steht der riesige Mond über der University of Kansas bei Lawrence im US-Bundesstaat Kansas.
Und so geht derzeit der Mond über Longport, New Jersey auf.
Auch der Himmel über dem australischen Brisbane wird in diesen Nächten vom Supermond beherrscht.
Die Hochhäuser im deutschen Frankfurt am Main leuchten hell, der Supermond strahlt heller.

Hier leuchten der CN Tower im kanadischen Toronto und der Supermond um die Wette.

AP

Wer das Naturspektakel verpasst, muss lange warten, bis wieder ein Mond von dieser Grösse zu sehen ist: Erst im November 2034 ist es wieder soweit.

Supermonde – auch Supervollmonde genannt – gibt es gar nicht so selten. Sie entstehen durch die Überlagerung zweier Phänomene: Zum einen kommt der Trabant der Erde auf seiner elliptischen Umlaufbahn unterschiedlich nahe. Etwa alle 27 Tage durchläuft er den erdnächsten Punkt, das Perigäum. Dann ist er nur rund 356'000 Kilometer entfernt – 50'000 Kilometer näher als im Apogäum, dem erdfernsten Punkt.

Zum zweiten hat der Mond Phasen, das heisst, die Mondscheibe ist unterschiedlich beleuchtet. Von einer Mondphase bis zur nächsten gleichen Phase – zum Beispiel vom hellen Vollmond bis zum dunklen Neumond und wieder zurück zum Vollmond – dauert es 29,5 Tage.

Vollmond im Perigäum

Wenn der Vollmond nun in den Zeitraum eines Perigäums fällt, spricht man von einem Supermond. Derjenige vom 14. November ist speziell, weil der Vollmond nur zwei Stunden nach dem Perigäum beginnt – das macht ihn zu einem Extra-Supermond.

Bei einem Supermond erscheint die Mondscheibe um bis zu 14 Prozent grösser als bei einem Vollmond im erdfernsten Punkt. Der Unterschied ist im Verhältnis etwa so gross wie zwischen einem Ein- und einem Zwei-Euro-Stück. Ein Supermond ist dadurch um 30 Prozent heller als ein Vollmond im Apogäum und immer noch 15 Prozent heller als ein Vollmond in mittlerer Entfernung.

Wenn der Vollmond hoch am Himmel steht, ist die Differenz in der Helligkeit deutlich erkennbar, jene in der Grösse dagegen nur für geübte Augen. Zudem kann starke Lichtverschmutzung die Wahrnehmung beträchtlich stören – und schlechte Wetterverhältnisse können dem Mondbeobachter sowieso einen dicken Strich durch die Rechnung machen.

Viel spektakulärer sieht ein Supermond in der Nähe des Horizonts aus. Dann wirkt die sogenannte Mondtäuschung – eine optische Illusion. Sie führt dazu, dass der Mond – oder auch die Sonne – am Horizont grösser erscheint. Das hat auch damit zu tun, dass unser Hirn davon ausgeht, Objekte in Horizontnähe müssten viel näher sein als solche hoch am Himmel.

Wenn am Montag also Extra-Supermond ist, lohnt es sich, den Aufstieg des Trabanten über dem Horizont zu beobachten – vorzugsweise, wenn die Mondscheibe sich teilweise hinter Bäume oder Gebäude schiebt und so besonders eindrucksvoll erscheint.

In der Ostschweiz wird der Mondaufgang um die 17.15 Uhr zu bewundern sein. Im Mittelland wird es 17.20 Uhr und später. In Genf schliesslich geht der Mond am Montagabend um 17.30 Uhr auf. (dhr/sda)