Schwere Zeiten für Nachtbuben

Graffiti aus Lack oder anderen Farben können verhältnismässig leicht wieder entfernt werden. Anders dagegen sind eingeritzte Graffiti in Glas- oder Acrylglas nur mit sehr grossem Aufwand oder verhältnismässig hohen Kosten zur Wiederherstellung verbunden.

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Graffiti aus Lack oder anderen Farben können verhältnismässig leicht wieder entfernt werden. Anders dagegen sind eingeritzte Graffiti in Glas- oder Acrylglas nur mit sehr grossem Aufwand oder verhältnismässig hohen Kosten zur Wiederherstellung verbunden. Ein australisches Forscherteam der Curtin University of Technology in Perth hat deshalb ein Warnsystem gegen Vandalismus entwickelt, wie das Wissenschaftsmagazin «New Scientist» in seiner Online-Ausgabe berichtet.

Seng Chu Tan und seine Kollegen haben ein sehr sensibles Warnsystem entwickelt, das auf die Kratzgeräusche beim Einritzen reagiert. Es arbeitet mit einer Reihe von Mikrophonen, die mit einem Computer verbunden sind, der die Ritzgeräusche als solche identifizieren kann. Sobald der Computer diese Signale erkennt, reagiert er mit einem lauten Warnton, um die Täter zu erschrecken. Zugleich werden auch die Behörden informiert. Die Forscher haben das Patent des Systems bereits angemeldet.

In vielen Städten ist Vandalismus in U-Bahnen, Trams und S-Bahn-Zügen allgegenwärtig. Die meisten dieser Beschädigungen werden in den Nachtstunden in den Abstellanlagen verursacht, weshalb es in erster Linie darum geht, die Remisen vor Eindringlingen zu schützen. (pte)

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