Getestet

Schmerzfrei, batterielos, lang anhaltend – Doch dieser Epilierer funktioniert nur in geschickten Händen

Der neuartige Haarentferner Colibry ist weniger schmerzhaft als herkömmliche Epilierer. Er ist allerdings auch weniger genau.

Katja Fischer De Santi
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Bild. zvg

Das Teil sieht nicht nur aus wie ein futuristisches Insekt, es macht auch ein Geräusch wie eine Grille – unterbrochen nur von kleinen Schmerzschreien meinerseits, wenn statt Haar Haut in seine Fäden gerät. Colibry nennt sich der neuartige Epilierer aus Italien. Schmerzfrei, batterielos, lang anhaltend und ressourcenschonend soll damit die Haarentfernung sein.

Die Idee dahinter: die alte, orientalische Fadentechnik, die nur sehr geschickten Händen (in Kosmetikstudios) vorenthalten ist, soll mit Colibry für jeden anwendbar werden. Dafür wird das Fadenkreuz mit den beiden Scherengriffen über der Haut hin und her geschoben und die Haare werden einzeln ausgerissen.

Schmerzfrei ist das nicht und ganz so leicht in der Handhabung, wie vom Hersteller versprochen, auch nicht. Es gilt das richtige Verhältnis zwischen Druck auf die Haut und Schnelligkeit der Bewegung zu finden. Auch müssen die Härchen für diese Technik mindestens drei Millimeter Länge haben.

Man kann den Colibry auch mit einer Hand benutzen, was an vielen Körperstellen hilfreich ist, aber etwas Geschick braucht und das Handgelenk schnell ermüden lässt. Denn, und das ist der grösste Nachteil dieses Geräts, die Epilation dauert. Man braucht eine halbe Ewigkeit, bis nur ein Bein enthaart ist.

Besser geeignet scheint der Colibry für kleine Flächen, etwa im Gesicht oder der Bikinizone. Die Haare wachsen tatsächlich lange nicht nach, und es macht ein bisschen stolz, die raffinierte Fadentechnik zu beherrschen. Aber längerfristig ist die Rasur mit der Klinge effizienter, schmerzfreier und vor allem erwischt man damit auch wirklich jedes Härchen.

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