Eine Ringelnatter, sie kommt in der Schweiz am häufigsten vor.

Eine Ringelnatter, sie kommt in der Schweiz am häufigsten vor.

Schlangen, die Meister des Verborgenen

Die Ferienzeit naht, mit ihr vielleicht die Fahrt in den Süden – dorthin, wo die Schlangen wohnen. Richtig zu Gesicht bekommt man sie selten, deshalb zeigen wir hier, was für faszinierende Tiere Schlangen sind.

Text: Rolf App, Grafik: Viviana Vampiro 
Drucken
Teilen

Mit oder ohne Giftzähne auf Beutefang

Schlangen müssen ihre Beute als Ganzes schlucken. Oft können sie deshalb die Schädelknochen auseinanderziehen. Die Giftschlangen lähmen ihre Beute vorher. Ein Gift fliesst durch hohle Giftzähne. Die Vipern können diese Giftzähne einklappen.

Schlangenarten in der Schweiz

Äskulapnatter 
Sie sind gross, aber eher unscheinbar olivgrün bis braun gefärbt. Äskulapnattern erwürgen ihre Beute und sind nur in abgeschiedenen Tälern der Süd- und Südwestschweiz anzutreffen.

Aspisviper
Im Jura, im Genferseegebiet und in der Süd- und Zentralschweiz verbreitet ist die Aspisviper. Man erkennt sie – und die ebenfalls giftige Kreuzotter – an der senkrechten Spaltpupille.

Kreuzotter
Sie ist giftig, aber scheu. Die Kreuzotter hat einen schmalen Kopf und trägt ein Zickzackmuster auf dem Rücken. Im Frühling ringen die Männchen um das Recht auf Paarung.

Ringelnatter
Die häufigste einheimische Schlange liebt feuchte Lebensräume und ernährt sich vor allem von Fröschen. Dem Menschen gegenüber ist die Ringelnatter nie aggressiv.

Schlingnatter
In die Enge getrieben, ist die der Kreuzotter ähnelnde Schlingnatter beisslustig, aber nicht giftig. Zudem vermögen ihre kleinen Zähne Menschenhaut kaum zu durchdringen.


Vipernatter
Die Vipernatter ist in der Schweiz sehr selten. Beim Drohen kann sie so auftreten, dass sie einer Viper ähnelt.
Als ungiftige Natter aber ist sie an den runden Pupillen zu erkennen.

Würfelnatter
Vor allem im Tessin, im Misox und im südlichen Puschlav findet sich im Ufergeröll der Seen und Flüsse die Würfelnatter. Ihre Grundfärbung variiert zwischen grau, braun und oliv.

Zornnatter
Ihr Heil sucht diese schnellste einheimische Schlange in der Flucht. Sie bevorzugt südliche und westliche Alpentäler, ist auf der Oberseite schwarz, vorn mit gelben Flecken durchsetzt.

Schuppenarten

Bauchschuppen
Mit ihren glatten, überlappenden Bauchschuppen können Schlangen gut gleiten.

Glatte Rückenschuppen
Die Boas und Pythons haben meist dreieckige, überlappende Rückenschuppen.


Gekielte Rückenschuppen
Die Pazifikboa hat Rückenschuppen, aus denen Grate hervorstehen.


Gekörnte Rückenschuppen
Praktisch: Die aquatische Warzenschlange setzt ihre Schuppen beim Fischfang ein.