Salzkorn

Eine neue Aufgabe für Lebensmittelkuriere zeichnet sich ab.

Thorsten Fischer
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Es gibt Dinge, die tut man, aber mit schlechtem Gewissen. Lebensmittelverschwendung gehört dazu. Viel Essen landet unangetastet im Müll. Was ist bloss in die Konsumenten und Konsumentinnen gefahren, rätseln die Experten. Wohl niemand kauft ernsthaft Lebensmittel mit dem Ziel, sie zu entsorgen. Das Lebensmittelproblem ist somit eher ein Zeitproblem. Unregelmässiges Arbeiten, hektischer Alltag, ein spontaner Familienausflug, viele Möglichkeiten, unterwegs zu essen – ruckzuck ist der Essensfahrplan über den Haufen geworfen.

Ganz sicher findet eine kreative Start-up-Firma auch hier eine Lösung. Sie liefert unsere zu Hause eingelagerten Lebensmittel einfach dorthin, wo wir uns gerade befinden. Gegen Aufpreis wird das Essen gleich noch vom Profi kunstvoll mit Zutaten veredelt. Hat man allerdings Pech, handelt es sich um das schon etwas abgestandene Ragout vom vorigen Wochenende. Dummerweise wurde viel zu viel davon gekocht. Die Kalkulation wäre zwar haargenau aufgegangen – hätten die eingeladenen Gäste spontan nicht etwas anderes vorgehabt.