«Rebstock», Berg SG: Tradition und Modernes unter einem Dach

Der «Rebstock» steht im Dorfkern, direkt neben der Kirche. Die rund 150jährige Liegenschaft ist vor einem Jahr renoviert worden. Die Tradition verbindet sich in dem Haus baulich mit dem Modernen, dort die klassische Dorfbeiz, hier der modern gestaltete, stilvoll nüchterne Anbau als Speiselokal.

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"Zu Tisch" Picto

"Zu Tisch" Picto

Der «Rebstock» steht im Dorfkern, direkt neben der Kirche. Die rund 150jährige Liegenschaft ist vor einem Jahr renoviert worden. Die Tradition verbindet sich in dem Haus baulich mit dem Modernen, dort die klassische Dorfbeiz, hier der modern gestaltete, stilvoll nüchterne Anbau als Speiselokal. Eine breite Fensterfront öffnet den Blick auf die Terrasse und hinaus ins Grüne. Von einigen Plätzen auf der ebenfalls neu gestalteten Terrasse hat man gar Seeblick. Hier wirtet seit knapp einem Jahr, seit der Wiedereröffnung nach der Renovation, Sven Frick. Er führt zusammen mit seinem Team das Restaurant in Familienbesitz als Koch und Geschäftsführer.

Traditionelle Gerichte einerseits und eher moderne anderseits prägen auch die Speisekarte – und Akzente aus der asiatischen Küche, für die Frick seit seiner Jugend eine Schwäche hat.

Sorgfältige Präsentation

Bei unserem Besuch wählten wir zwei Hauptgerichte, die diese Vielfalt sehr schön zur Geltung gebracht haben. Einerseits kam als Tagesempfehlung ein schön rosa gebratenes Lammnierstück mit Quarkpizokel (34.–) auf den Tisch, anderseits ein rotes Curry mit Pouletbruststreifen sowie Gemüse und Basmatireis (29.50). Beides schmeckte köstlich. Das Lamm begleitete ein kräftig-würziger Jus, die Pizokel wirkten eher leicht, das Curry hatte eine angenehme Schärfe – und beide Teller waren sehr sorgfältig angerichtet. Dem Lamm ging eine Randensuppe (8.–), dem Curry ein Crevettencocktail (15.–) voraus; letzterer nicht in Cocktailsauce ertränkt, sondern eher leicht angerichtet. Dreierlei Schokolandenmousse (10.–) und ein Caramelköpfli (7.50) rundeten das Essen ab.

Das rote Curry gibt es auch in den Varianten mit Riesencrevetten (29.50) und mit Tofu (24.50). Neugierig machte einen auch der Rebi-Burger (in den Grössen Big und Lady-Small, 24.50/18.50) mit Käse, Speck, Ei, Salat, Tomaten und Zwiebel sowie Country-Cuts. Von den «Klassikern» sind etwa das Cordon bleu vom Kalb (34.–, mit Pommes frites und Gemüse) und das Rindsfilet an Rotweinsauce mit neuen Kartoffeln und Gemüse (41.–) auf der Karte. Als Vorspeise verlockte ein Tatar mit Whisky und Wasabi (25.–/18.–).

Saisonal-regional

Frick verändert die Karte rund alle drei bis vier Monate – der Gast soll immer mal wieder etwas Neues entdecken. Gewisse Gerichte, etwa das Cordon bleu und der Burger bleiben aber. Gelegentlich wird in der saisonal-regionalen Küche auch einmal etwas aus dem Hausgarten verarbeitet.

Auf der Weinkarte dominieren schweizerische und europäische Gewächse. Wir wählten zuerst einen Pinot Grigio vom Weingut Ronchi di Manzano aus dem Friaul, einen fruchtigen, süffigen Weissen (7.50/dl). Ihm folgte eine Flasche Eichkogl 2008 des renommierten Guts Kollwentz-Römerhof aus dem Burgenland, eine kräftige und würzige Assemblage aus Blaufränkisch und Zweigelt (56.–).

Unser Eindruck: Ein angenehmes Lokal, feine Gerichte und ein freundlicher Service – was will man noch mehr?

Urs Bader

Rebstock, 9305 Berg Dorfstr. 30, Tel. 071 455 13 24 www.rebstock-berg.ch Öffnungszeiten: Mo/Di und Do/Fr 8.30 bis 23.30, Sa 10.30 bis 23.30, So 10.30 bis 22 Uhr Karte: Salate/Suppen/Vorspeisen 6.50 bis 25.–; Hauptgerichte 18.50 bis 41.–; Mittagsmenus ab 14.50