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Ratgeber

Wie können wir die Renovation am Haus finanzieren?

Wir (60 und 58) besitzen ein rund 20 Jahre altes Einfamilienhaus. Nun stehen einige Renovationen an: Das Dach ist undicht, die Isolation entspricht nicht dem heutigen Standard, und ausserdem möchten wir die Küche erneuern. Können wir für unser Renovationsvorhaben die Hypothek aufstocken?
Shahram Shad*

Bewohnt man eine eigene Immobilie, so lassen sich von Zeit zu Zeit auch grössere Sanierungs- und Renovationsarbeiten nicht vermeiden. Im besten Fall haben Sie die anfallenden Kosten bereits beim Kauf Ihres Einfamilienhauses berechnet und entsprechend eingeplant, um die nötigen Reserven zu bilden. Fallen durch Ihre geplanten Erneuerungen jedoch Kosten an, die Ihr Budget überschreiten, kann die bestehende Hypothek eventuell aufgestockt werden.

Aufstockung der Hypothek

Eine Aufstockung der Hypothek ist grundsätzlich dann möglich, wenn Sie Ihre Belehnungsgrenze von 80 Prozent noch nicht ausgereizt haben und gleichzeitig die Tragbarkeit der Hypothek gegeben ist. Der Begriff Tragbarkeit bezeichnet das Verhältnis zwischen dem Bruttoeinkommen eines Kreditnehmers und den Ausgaben, die durch die Liegenschaft entstehen. Konkret erfüllen Sie die Tragbarkeitskriterien Ihres Hypothekargebers nur, wenn die zuvor genannten Kosten nicht mehr als 33 Prozent des Einkommens ausmachen. Dabei rechnen die Banken und Versicherungen aber nicht mit dem realen Zins, sondern einem kalkulatorischen Wert von 5% plus in der Regel von 1% für Nebenkosten und Amortisation.

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Schreiben Sie an: Ratgeber «Luzerner Zeitung» Maihofstrasse 76, 6002 Luzern E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Strengere Regeln für Ältere

Aufpassen müssen allerdings Pensionäre und vermehrt auch Leute, die wenige Jahre vor der Pension stehen. Da bei der Pensionierung in der Regel das Einkommen sinkt und mit zunehmendem Alter höhere Kosten für Gesundheit und Betreuung anfallen, verschärfen die Banken bei Kreditnehmern schon einige Jahre vor der Pensionierung oft die Konditionen für die Tragbarkeit. Zweite Hypotheken müssen bis zur Pensionierung amortisiert werden, was die Belehnungsgrenze im AHV-Alter auf rund 60 Prozent des Verkehrswerts der Immobilie beschränkt und den Eigenkapitalbedarf erhöht.

Es gibt aber auch Wege, die Kosten der Renovierung zu senken. Informieren Sie sich bereits vor der geplanten Sanierung über Förderprogramme auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Vor allem energiesparende Sanierungsmassnahmen, wie die von Ihnen genannte Isolation, werden in der Schweiz oft gefördert. Übrigens können Umbauarbeiten auch steuertechnisch attraktiv sein. So genannte werterhaltende Massnahmen, wie beispielsweise die Renovation Ihres undichten Daches oder die Verbesserung der Isolation, können Sie von den Steuern abziehen.

Auch eine gesamthafte Küchenmodernisierung wird nach 20 bis 25 Jahren, abhängig von der Qualität der Küche, als notwendige, werterhaltende Massnahme angesehen und ist damit ebenfalls steuerabzugsfähig. Je nach Arbeiten und Steuerprogression lohnt es sich ev., die Investitionen auf zwei Jahre zu verteilen. Stellen Sie frühzeitig einen Spar- und Aktionsplan auf, um die Finanzierung für die Kosten der anfallenden Renovation Ihrer Liegenschaft sicherzustellen.

Hinweis: Shahram Shad ist Leiter MoneyPark Deutschschweiz. Infos: www.moneypark.ch

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