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Wie kann ich auch beim Wandern modisch überzeugen?

Ich (w/43) wandere leidenschaftlich gerne und bin auch immer auf der Suche nach schöner Kleidung für diese Aktivität. Das Angebot in den Läden finde ich aber wenig ansprechend. Bei Wanderbekleidung dominieren leider Beige- und Olivtöne, die mir persönlich überhaupt nicht stehen. Was raten Sie mir?
Doris Pfyl*

Mit Ihrer Frage rennen Sie bei mir offene Türen ein. Nicht weil ich jede freie Minute in den Bergen unterwegs wäre, sondern weil es mir wie Ihnen geht. Die tristen Farben in den Outdoor-Abteilungen wirken auf mich schrecklich langweilig und wollen so gar keine Kauflust in mir wecken.

Doris Pfyl

Doris Pfyl

Insbesondere Wanderbekleidung ist oft reichlich trist. Bei Ski-, Velo- und Joggingmode findet man Angebote in leuchtenden, intensiven Farben zuhauf. Dies schon aus Gründen der Sicherheit: Bei diesen Sportarten ist es äusserst wichtig, von anderen auf der Piste oder am Strassenrand sofort gesichtet zu werden.

Beim Wandern verhält sich das natürlich etwas anders. Farbtechnisch eins zu sein mit der Umgebung – also quasi in Tarnkleidung unterwegs zu sein – kann durchaus Vorteile haben. Eventuell wird so das Beobachten von scheuem Wild möglich. Die Chance, einen Steinbock zu sichten, möchte man sich ja nicht verbauen.

Wir sind uns bestimmt einig: frau muss in den Bergen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. In erster Linie geht es bei Outdoor-Bekleidung um Funktionalität, Bequemlichkeit und Strapazierfähigkeit. Atmungsaktive, leichte und somit schnell trocknende Materialien sind angesagt. Neben synthetischen Fasern werden vermehrt Teile aus Merinowolle angeboten. Selbst im feuchten Zustand hält diese Faser den Körper warm. Und weil von Natur aus geruchshemmend, riecht Wäsche aus Merinowolle auch nach einer mehrtägigen Wanderung noch angenehm.

Doch trotz Funktionalität: Ich bin klar der Meinung, dass Mode für diese Art von körperlicher Ertüchtigung ansprechender sein sollte und könnte. Blusen in Kaki-, Beige- und Brauntönen stehen in unseren Breitengraden tatsächlich kaum jemandem optimal zu Gesicht. Farben mit hohem Gelb- und Orangeanteil lassen die meisten Mitteleuropäer blass aussehen. Viel besser sind da kalttonige Farben wie Blau-, Türkis oder Grün. Auch schöne Rottöne wie Mauve, Framboise und Azalee haben tolle Dynamiken und zaubern Frische aufs Antlitz.

Modetipp Blumenmuster

Wanderbekleidungen in solchen Farben sind im Angebot wohl vorhanden, aber leider in sehr beschränkter Zahl. Machen Sie sich also zeitig auf die Suche. Halten Sie Ausschau nach Wanderblusen mit Blumen- oder anderen gerundeten Mustern. Diese sind wahre Weichzeichner. Kariertes hingegen verleiht einem Gesicht Markanz, die vielleicht schon von Natur aus vorhanden ist und nicht noch zusätzlich betont werden möchte.

Auch eine Möglichkeit, Farbe ins Wanderoutfit zu bringen, sind Accessoires. Wanderschuhe in leuchtenden Farben machen Laune. Kombinieren Sie passenden Gurt, Halstuch oder Mütze dazu. Und wenn Sie mögen, stecken Sie sich einen farblich abgestimmten, feinen Schmuck mit synthetischen Steinen ins Ohr. Viel Spass beim Wandern!

* Doris Pfyl ist Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin sowie Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM, www.imagemodestil.ch

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