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Ratgeber

Wie bewältige ich den Stress als erwerbstätige Mutter?

Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern, 6 und 8 Jahre alt. Daneben arbeite ich 40% als Kindergärtnerin. Dabei fühle ich mich häufig überfordert und gestresst. Ich möchte meinen Job nicht aufgeben und auch weiterhin für die Kinder da sein. Was kann ich tun, damit ich mich weniger gestresst fühle?
Nicole Kopp*

Stress ist ein bekanntes Phänomen, und viele Menschen klagen darüber. Um ihn abbauen zu können, ist es hilfreich zu wissen, wie er entsteht. Stress bedeutet so viel wie Anspannung und äussert sich durch psychische, aber auch physische Symptome. Akute Stresssituationen können zu Bluthochdruck und Muskelanspannung führen, der Körper schüttet zahlreiche Hormone aus.

Nicole Kopp.

Nicole Kopp.

Welche Situationen?

In heiklen Situationen kann dies helfen, da sich die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit kurzfristig erhöht. Wird diese Anspannung aber zum Dauerzustand, kann er krank machen, psychisch wie physisch. Erschöpfung sowie depressive Störungen gehören zu den Folgen. Stress kann durch äussere Faktoren ausgelöst werden. Entsprechend können Sie sich überlegen, was den Stress verursacht bzw. in welchen Situationen Sie gestresst sind. Gibt es Typisches für die Entstehung von Stress? Könnten Sie diese Situationen vermeiden, sich besser darauf vorbereiten oder anders damit umgehen?

Auch Überforderung kann ein Anzeichen dafür sein, dass Ihre Aufgaben auf Dauer Ihre persönlichen Ressourcen übersteigen. Versuchen Sie, für sich herausfinden, wo die Überforderung beginnt. Was oder allenfalls wer Sie entlasten könnte. Welche Ressourcen Ihnen fehlen. Vielleicht reichen bereits kleine Veränderungen, damit die Anspannung und das Gefühl der Überforderung nachlassen.

Wertvorstellungen prüfen

Gibt es keine äusserlich erkennbaren Faktoren als Ursache, rate ich Ihnen, die Motive Ihres Handelns genauer zu betrachten. Es gibt sowohl objektive Gründe (so zum Beispiel finanzielle) wie auch rationale Überlegungen, die unser Handeln bestimmen. Dabei vernachlässigen wir häufig unsere Wertvorstellungen, obwohl uns diese wie ein innerer Kompass begleiten.

Stimmen Ihre Wertvorstellungen nicht mit der Realität überein, kann hier die Ursache für Ihre andauernde Anspannung liegen.

Um dies herauszufinden, empfehle ich Ihnen, sich konkrete Fragen zu Ihrer aktuellen Situation und die damit verbundene Werthaltung zu stellen, so zum Beispiel: Stimmt es für mich, einen Beruf auszuüben, oder wäre ich eigentlich lieber Vollzeitmutter? Entspricht die Rolle meines Partners meinen Vorstellungen? Bin ich wirklich zufrieden mit der aktuellen Betreuungssituation der Kinder?

Beantworten Sie sich die Fragen so ehrlich wie möglich, und hören Sie dabei auch auf Ihren Bauch. Wertvorstellungen sind tief in uns verankert, meist unterbewusst. Es ist hilfreich, sie ins Bewusstsein zu holen und bei der Lebensgestaltung miteinzubeziehen. Dadurch können Sie den Alltag entspannter und bewusster meistern.

* Nicole Kopp ist Rechtsanwältin, Mediatorin, Coach, betriebliche Mentorin; www.familiendialog.ch.

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