Ratgeber

Was kann man gegen Altersflecken der Haut machen?

Bei mir (w, 62) machen sich auf der Haut zunehmend Altersflecken bemerkbar, vor allem auf dem Handrücken, aber auch im Gesicht und Halsbereich. Ich habe gelesen, dass die Flecken nicht gefährlich sein sollen, aber sie stören mich optisch. Was kann man am besten dagegen tun? Und wie beugt man solchen Flecken vor?

Dr. med. Max Ludwig Deubel*
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Altersflecken gehören zum natürlichen Alterungsprozess unserer Haut. Bei nahezu allen über 60-Jährigen lassen sich zumindest einige dieser Flecken finden. Sie entstehen durch eine vermehrte Pigmentansammlung, die Ausdruck einer Zellschädigung ist.

Dr. med. Max Ludwig Deubel

Dr. med. Max Ludwig Deubel

Hauptauslöser ist die UV-Strahlung der Sonne. Deshalb finden sich Altersflecken vorab an sonnenlichtexponierten Hautstellen wie etwa Handrücken und Gesicht, bei Frauen auch vermehrt an Dekolleté und Unterschenkeln. In Grösse, Form und Farbe können die Flecken variieren. Sie zeigen sich aber meist als einfarbige bräunliche, scharf begrenzte Pigmentflecken auf der Haut – ähnlich wie grössere Sommersprossen.

Grundsätzlich handelt es sich dabei um gutartige Hautveränderungen. Eine Behandlung ist deshalb nicht notwendig. Falls Sie die Flecken aber als störend empfinden, bestehen mehrere Möglichkeiten, sie zu entfernen oder unsichtbar zu machen. Am einfachsten funktioniert das Abdecken mit Make-up. Zusätzlich gibt es verschiedene pigmentaufhellende Crèmes, die in Apotheken oder Kosmetikinstituten erhältlich sind. Etwas besser schneiden rezeptpflichtige Hydrochinon-haltige Produkte mit aufhellender Wirkung ab.

Kosmetisch beste Ergebnisse mit Lasern

Gute Ergebnisse lassen sich alternativ durch schälende Behandlungen wie zum Beispiel Peelings mit Fruchtsäure erreichen. Auch das Vereisen mit flüssigem Stickstoff im Rahmen einer sogenannten Kryotherapie ist wirkungsvoll.

Die kosmetisch besten Ergebnisse bietet eine Lasertherapie: Hier gibt es unterschiedliche Systeme, idealerweise kommen sogenannte photoselektive Laser zum Einsatz, mit deren Wellenlänge sich das Pigment narbenfrei entfernen lässt, während die übrige Haut geschont wird. Da es sich um kosmetische Leistungen handelt, werden diese in der Regel von der Krankenkasse nicht übernommen.

Im Anschluss an jede Behandlung ist auf konsequenten Sonnenschutz zu achten. Dieser ist auch generell die ­einfachste Massnahme zur Vorbeugung von Altersflecken. Vor jeder Behandlung sollte zudem ausgeschlossen werden, dass es sich beim Pigment um bösartige Hautveränderungen wie zum Beispiel eine sogenannte Lentigo maligna handelt. Diese kann ähnlich aussehen wie Altersflecken, entspricht aber der oberflächlichen Form des gefährlichen schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom).

Bevor Sie störende Pigmente entfernen lassen, sollten Sie diese also unbedingt von einem Dermatologen untersuchen lassen. Auch wenn Sie generell unsicher sind, ob es sich bei den braunen Flecken um ungefährliche Pigmente oder eine bösartige Veränderung handelt, schafft ein vorsorglicher Untersuch beim Hautarzt Gewissheit.

* Dr. med. Max Ludwig Deubel ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie, www.hirslanden.ch