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Ratgeber

Was kann ich selber gegen Eisenmangel machen?

Meine Hausärztin stellt bei mir (w, 85) immer wieder mal fest, dass ich etwas wenig Eisen im Blut habe. Wie wirkt sich ein Eisenmangel aus? Eisentabletten möchte ich nicht nehmen. Wie kann ich über die Ernährung am besten Gegensteuer geben? Was soll ich am besten essen, was besser meiden?
Melanie Styger-Tschupp*

Eisen wird vom Körper vor allem zur Bildung der roten Blutkörperchen benötigt. Erkennen lässt sich ein Eisenmangel oder eine Blutarmut bei Eisenmangel an diversen Symptomen, die je nach Person und Schweregrad unterschiedlich ausfallen. Müdigkeit, Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie Schwindel, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit gelten als typische Anzeichen. Häufig sind Frauen im gebärfähigen Alter aufgrund des Blutverlusts während der Menstruation und einem erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft betroffen. Aber auch ältere Menschen zählen zur Risikogruppe, bedingt durch einseitige Ernährung, schlechtere Eisenaufnahme im Darm und chronische Krankheiten.

Melanie Styger-Tschupp.

Melanie Styger-Tschupp.

Die Ursache eines Eisenmangels sollte auf jeden Fall bei einer ärztlichen Fachperson abgeklärt werden. Mittels eines Bluttestes kann der Schweregrad des Mangels ermittelt werden. Liegt nur eine leichte, auf eine einseitige Ernährung zurückzuführende Unterversorgung ohne Symptome vor, kann versucht werden, dieser mit eisenhaltigen Nahrungsmitteln entgegenzuwirken.

Es werden zwei Eisenformen unterschieden: Das Hämeisen und das Nicht-Hämeisen. Ersteres ist an das Hämgerüst des roten Blutfarbstoffes gebunden und kann dadurch vom Körper besser aufgenommen werden. Es kommt in tierischer Nahrung vor und ist in jeglichen Fleischsorten enthalten.

Pflanzliche Eisenspender sinnvoll kombinieren

Das Nicht-Hämeisen ist in pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und grünem Blattgemüse enthalten. Diese Eisenform benötigt zuerst einen Umwandlungsprozess, bis es im Körper aufgenommen werden kann. Deshalb ist es wichtig, eisenhaltige pflanzliche Nahrungsmittel mit Vitamin C, Zitronensäure oder Milchsäure zu kombinieren. Diese sind in Fruchtsäften, Früchten, Gemüsen und Milchprodukten enthalten.

Getränke wie Rotwein, Kaffee, Schwarztee und Cola sollten nicht zu jeder Mahlzeit aufgetischt werden, da sie die Eisenaufnahme hemmen. Mit dem Alter entwickeln einige Menschen eine Abneigung gegen Fleisch, oder sie haben einfach kein Bedürfnis mehr, Fleisch zu essen. Wenn dann einfach das Fleisch durch Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Butterbrote ersetzt wird, kann die Eisenzufuhr über die Nahrung zu tief sein. Milchprodukte sind keine Eisenlieferanten. Einem Eisenmangel gegensteuern können Sie also, wenn Sie Fleisch oder eisenhaltige pflanzliche Nahrungsmittel in guter Kombination in Ihre Menüs einbauen.

Unabhängig von diesen Ernährungsempfehlungen ist es wichtig, dass Sie einen Eisenmangel unbedingt bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin untersuchen lassen. Sobald der Mangel grösser ist und erste Symptome spürbar sind, reicht eine Ernährungsumstellung nicht mehr aus. Dann sind entweder Eisentabletten oder eine Eiseninfusion notwendig. Diese Therapieformen sollten immer unter ärztlicher Aufsicht stattfinden, da eine unkontrollierte und zu hohe Eisenzufuhr belastend für den Körper sein kann.

* Melanie Styger-Tschupp, BSc BFH; Stv. Leiterin Ernährungstherapie und -beratung, Hirslanden-Grippe, www.hirslanden.ch

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