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Ratgeber

Was hilft gegen geschwollene und schwere Beine?

Ich, weiblich, 45 Jahre, habe Wassereinlagerungen in den Beinen. In der heissen Jahreszeit wurde es schlimmer, aber das Problem besteht nicht nur im Sommer. Gerade am Abend fühlen sich meine Beine immer schwer an. Ich möchte wissen, was der Grund sein könnte und was ich selber dagegen tun kann.
Sarah Hummel *
Sarah Hummel.

Sarah Hummel.

Wassereinlagerungen in den Beinen, sogenannte Beinödeme, kennen viele Leute. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Ödeme entstehen, wenn entweder zu viel Flüssigkeit aus den Blutgefässen ins Gewebe gelangt oder das Lymphgefässsystem die Flüssigkeit nicht mehr adäquat abtransportieren kann. Die Einlagerungen treten demgemäss häufig aufgrund einer Schwäche der Blut- oder Lymphgefässe auf, können aber auch vielen anderen Ursachen zugrunde liegen.

Erstmalige oder häufig wiederkehrende Beinödeme sollte man deshalb ärztlich abklären lassen. Dringend ist das, wenn weitere Symptome wie etwa Fieber und Brustschmerzen hinzukommen.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Beschwerden nicht auf eine schwere Krankheit zurückzuführen sind. Was können Sie tun, und wie können Sie vorbeugen? Durch regelmässige Bewegung kann in der Muskulatur Flüssigkeit besser abtransportiert werden. Falls Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz nur beschränkt bewegen können, können Sie in regelmässigen Abständen mit den Schultern kreisen und bewusst ein- und ausatmen. Ausserdem sollten die Zehen und Füsse immer wieder gut bewegt werden. Selbst kurze Bewegungssequenzen zeigen meist schon einen positiven Effekt wie allgemein körperliche Aktivität im Alltag, zum Beispiel Treppe nehmen statt Lift oder Roll­treppe.

Zu Hause kann durch Hochlagern der Beine angesammelte Lymphflüssigkeit und zurückgestautes Blut besser Richtung Herz abfliessen. Kompressionsstrümpfe (Anwendung bitte mit Fachperson besprechen) bewirken zudem, dass die Flüssigkeit nicht mehr so einfach ins Gewebe austreten kann.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch. Bitte Anfragen mit Abopass-Nummer.

Tägliche Wechselduschen an den Beinen können ebenfalls die Durchblutung fördern und somit einen besseren Abtransport der Flüssigkeit erzielen. Dabei sollten Sie im Wechsel von warmem zu kaltem Wasser die Beine abduschen. Für eine optimale Wirkung wird dieser Vorgang zwei- bis dreimal wiederholt. Regelmässiges Taulaufen am Morgen hat eine ebenso gute Wirkung.

Eine optimale Entstauung kann mit einer manuellen Lymphdrainage erzielt werden. Dabei handelt es sich um eine sanfte Massageform, wodurch mittels Verschiebungen der Haut eine Reduktion der Flüssigkeit im Gewebe erzielt wird. Durch die manuelle Lymphdrainage wird zudem das Immunsystem aktiviert und der Stoffwechsel reguliert.

Bei der Ernährung sollte auf allzu salzhaltige Kost verzichtet werden. Salz ist zwar wichtig für den Körper, bindet aber bei zu hohen Mengen Körperflüssigkeiten im Gewebe. Es ist besser, wenn Sie Ihre Mahlzeiten mit frischen Kräutern statt Salz würzen und Fertiggerichte vermeiden. Und auch wenn es paradox klingt: Genügend trinken ist Pflicht. Flüssigkeit hält den Kreislauf aufrecht und führt so zu einem besseren Rücktransport der Flüssigkeit im Gewebe.

Lokal können die Beine am Abend zum Beispiel mit Kastaniensalbe eingecremt werden. Die Wirkstoffe unterstützen die Gefässe und wirken den schweren Beinen entgegen.

* Sarah Hummel, Inhaberin Medpraxis GmbH, Zug. www.medpraxis.ch

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