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Ratgeber

Umwandlungssatz sinkt: Soll ich früher in Pension gehen?

Meine Pensionskasse hat angekündigt, dass die Umwandlungssätze im Alter 65 ab nächstem Jahr in vier Schritten von aktuell 6% auf 5,2% reduziert werden. Sollte ich (angestellt, männlich, 62-jährig) – entgegen meinen ursprünglichen Absichten – aus diesem Grund eine vorzeitige Pensionierung prüfen?
Beat Welten, Finanzplaner

Zunächst sollten Sie abklären, ob die Pensionskasse oder Ihr Arbeitgeber Abfederungsmassnahmen beschlossen hat, welche die Senkung der Umwandlungssätze in einer ersten Phase zumindest teilweise kompensieren. Gerade für ältere und langjährige Mitarbeitende können solche Massnahmen sinnvoll sein, um eine Welle von vorzeitigen Pensionierungen zu vermeiden. Weitere Überlegungen und Vergleiche kommen hinzu: Die Frühpensionierung hat neben dem vermeintlichen Vorteil des besseren Umwandlungssatzes aber auch einen Lohnausfall zur Folge. Dieser ist oftmals finanziell viel gravierender als die Renten­reduktion.

Beat Welten.

Beat Welten.

In Ihrem Fall reduziert sich der Umwandlungssatz von heute 5,64% per Alter 62 aufgrund der angekündigten Reduktion auf 5,4% per Alter 65 im Jahr 2022. Sie verzichten dafür auf drei volle Jahresgehälter. Arbeiten Sie bis Alter 65 weiter, steigt das Alterskapital in der Pensionskasse aufgrund der Sparbeiträge und Zinsen.

Eine Senkung des Umwandlungssatzes hat nur Auswirkungen auf einen Rentenbezug. Wenn Sie sich für einen Kapitalbezug entscheiden, hat diese Senkung keinen Einfluss auf Ihr Alterskapital. Sollten Sie sich für eine Mischform (Teilkapital und Rente) entscheiden, wären die Auswirkungen entsprechend weniger gross.

Anstelle einer Frühpensionierung könnten Sie auch eine Teilpensionierung prüfen. Bei der Teilpensionierung reduzieren Sie das Arbeitspensum, wobei der versicherte Lohn der Reduktion entsprechend angepasst wird. Daraus folgen tiefere Altersleistungen.

Es wird jedoch auf den Zeitpunkt der Reduktion des Arbeitspensums ein Teilpensionierungsschritt realisiert, der in der Regel der Pensumsreduktion entspricht. Wird das Arbeitspensum beispielsweise von 100% auf 70% reduziert, können 30% der vorhandenen Altersleistung als Rente (zum noch höheren Umwandlungssatz), in Kapital- oder in einer Mischform bezogen werden.

Abklärungen nötig

Welche Variante Sie auch immer wählen, die Folgen sind vielseitig und wollen gut überlegt sein. Sind Pensionskasseneinkäufe sinnvoll, die zur Erhöhung der Altersleistungen und zu tieferen Steuern führen? Allenfalls bietet die Pensionskasse mit dem Arbeitgeber eine Überbrückungsrente an. Hier gilt es, genau abzuklären, wie diese finanziert wird.

Zudem wäre ab Alter 63 ein Vorbezug der AHV-Altersrente möglich, der aber zu einer lebenslänglichen Kürzung der Rente führen würde. Bei einer Frühpensionierung müssen Sie jedoch zudem weiterhin AHV-Nichterwerbstätigenbeiträge bezahlen, die allerdings keinen Einfluss auf die Rente mehr haben. Wir empfehlen Ihnen, die verschiedenen Fragestellungen mit einer Fachperson zu besprechen und sich allenfalls im Rahmen einer Pensionsplanung die Konsequenzen der jeweiligen Varianten aufzeigen zu lassen.

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