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Ratgeber

Teilzeitarbeit nach der Pensionierung

Ich (64, m, verheiratet, angestellt) plane, in Teilzeit über das Pensionierungsalter hinaus zu arbeiten. Worauf muss ich dabei besonders achten? Was hat dies für Auswirkungen auf meine Vorsorge (AHV, Pensionskasse, dritte Säule) und meine Steuerbelastung?
Sabrina Rapin*
Sabrina Rapin

Sabrina Rapin

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um den Ausstieg aus dem Erwerbsleben flexibel zu gestalten.

Erste Säule: AHV

Auch wenn Sie nach Erreichen des AHV-Rentenalters weiterarbeiten, dürfen Sie die AHV-Rente bereits mit Alter 65 beziehen. Sie können aber auch die AHV-Rente um ein bis fünf Jahre aufschieben. Dies führt dazu, dass Sie ab dem späteren Zeitpunkt der ersten Auszahlung lebenslang eine höhere Rente erhalten. Der Zuschlag beträgt zwischen 5,2 (bei einem Jahr Aufschub) und 31,5 Prozent (bei fünf Jahren Aufschub). Sie müssen den Aufschub vor dem Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters anmelden.

Die AHV/IV/EO-Beiträge werden zwar auch nach Ihrem 65. Lebensjahr von Ihrem Lohn abgezogen, haben nun aber keinen Einfluss mehr auf Ihre Rentenhöhe. Diese Abgaben müssen Sie jeweils nur auf denjenigen Teil des Lohnes entrichten, der den Freibetrag von 1400 Franken pro Monat übersteigt. Dieser Freibetrag gilt für jedes einzelne Arbeitsverhältnis, das Sie eingehen. Die Beitragspflicht an die Arbeitslosenversicherung (ALV) entfällt.

Ob sich ein Rentenaufschub lohnt, müssen Sie genau prüfen. Einflussfaktoren sind Ihre finanzielle Situation, die ­Steuern und nicht zuletzt die Lebenserwartung.

Zweite Säule: Pensionskasse

Bei der zweiten Säule müssen Sie abklären, wie das Reglement Ihrer Vorsorgeeinrichtung ausgestaltet ist. Meist werden die PK-Leistungen zum Zeitpunkt der Erwerbsaufgabe, spätestens jedoch mit dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters fällig. Bei vielen Pensionskassen ist es heute möglich, den Bezug der PK-Leistungen bei Weiterbeschäftigung ebenfalls aufzuschieben. Sparbeiträge werden dann oft weitergeführt, und der Umwandlungssatz kann höher ausfallen.

Klären Sie darum ab, wie sich die Leistungen Ihrer Vorsorgeeinrichtung bei ordentlicher oder bei aufgeschobener Pensionierung gestalten. Sofern Sie den Bezug einer (Teil-)Rente beabsichtigen, lohnt sich auch ein Blick auf den Umwandlungssatz.

Erzielen Sie ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen, können Sie bis maximal zum 70. Altersjahr (69. Altersjahr für Frauen) Beiträge in die Säule 3a leisten. Die maximalen Einlagen pro Jahr betragen aktuell mit Pensionskassenanschluss 6826 Franken und ohne Pensionskassenanschluss 20 Prozent vom Nettoerwerbseinkommen. Diese Einzahlungen können Sie von Ihrem steuer­baren Einkommen abziehen.

Fällt die Erwerbstätigkeit ab dem ordentlichen AHV-Alter weg, müssen sämtliche Sparen-3a-Verträge aufgelöst werden. Beziehen Sie Gelder der Säule 3a daher vorher gestaffelt in verschiedenen Steuerjahren. Sie können dadurch die Progression brechen und Steuern sparen.

Bei Weiterarbeit nach dem Pensionsalter ist nicht nur Ihr Einkommen aus der Erwerbs­tätigkeit, sondern auch das Renteneinkommen (AHV und PK) steuerpflichtig. Darum kann Ihre Steuerbelastung – auch durch die Progression – vorübergehend ansteigen.

*Sabrina Rapin ist Expertin für Finanzplanung

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