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Ratgeber

Sind E-Zigaretten für Raucher eine gute Option?

Wegen Herzproblemen sollte ich (m, 62) mit Rauchen aufhören. Das ist leichter gesagt als getan. Ich rauche seit 45 Jahren Zigaretten und habe schon mehrfach und auf verschiedene Arten versucht, aufs Rauchen zu verzichten. Ich bin immer wieder rückfällig geworden. Wären E-Zigaretten eine mögliche Alternative für mich?
Georg Fröhlich

Es ist zweifelsfrei belegt, dass das Rauchen nicht nur zu Lungenkrebs und anderen Lungenkrankheiten führen kann, sondern auch die Entstehung von Herzinfarkt und Schlaganfall fördert. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich weltweit zirka 7 Millionen Menschen an den direkten Folgen des Rauchens. Eine WHO-Studie von 2010 kam zum Schluss, dass 600000 an den Folgen des Passivrauchens sterben. Rauchverzicht nützt daher nicht nur den Rauchern selber, sondern auch den Mitmenschen.

Mehr als die Hälfte aller Raucher möchte mit dem Qualmen aufhören. Aus gutem Grund: Nach zirka 5 Jahren Rauchfreiheit nähert sich das Herzinfarktrisiko dem eines Nichtrauchers an, nach 15 Jahren nimmt auch das Risiko für Lungenkrebs erheblich ab.

Durch Rauchverbote in der Gastronomie und in öffentlichen Gebäuden konnte die Herzinfarktrate bereits messbar reduziert werden. Neben dieser staatlich verordneten «Therapie» gibt es individuelle Methoden, um den Rauchstopp zu erleichtern: Nikotinersatz als Pflaster oder Inhaler, Medikamente (z. B. Champix), Psychotherapie bis hin zu Alternativmedizin mit Akupunktur oder Hypnose. Aber auch mit all dem schafft nur rund ein Drittel den dauerhaften Rauchstopp.

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Eine Möglichkeit, das Gesundheitsrisiko durch Rauchen zumindest einzudämmen, ist seit ein paar Jahren die E-Zigarette. Hierbei wird durch eine elektrisch beheizbare Wendel eine Flüssigkeit (Liquid) verdampft. Dieser Nassdampf wird vom Konsumenten inhaliert.

Die Flüssigkeit ist je nach Geschmack variierbar und kann sowohl Nikotin wie auch diverse Aromastoffe (zum Beispiel Tabak, Minze, Fruchtaromen) enthalten. Aber auch schädliche Inhaltsstoffe wie flüchtige Kohlenwasserstoffe oder Formaldehyd kommen vor.

Der wesentliche Unterschied zur herkömmlichen Zigarette besteht darin, dass kein eigentlicher Tabak verbrannt wird. Bei der klassischen Zigarette ist weniger das Nikotin an sich schädlich als die vielen Zusatzstoffe. In einer Zigarette finden sich über 3000 chemische Verbindungen, für mehr als 40 davon konnte eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen werden (zum Beispiel Reizgase oder Teerstoffe).

Bei der E-Zigarette werden über 95 Prozent weniger Schadstoffe emittiert. Daher nehmen Experten an, dass die E-Zigarette insgesamt weniger schädlich als die herkömmliche Zigarette ist. Belastbare Daten durch grosse klinische Studien gibt es aber bislang nicht.

Auch der Umstieg auf die E-Zigarette ist nicht ganz so einfach und erfordert Disziplin. Insbesondere muss die richtige Mischung des Liquids gefunden werden. Wichtig ist eine adäquate Nikotindosis, da der Raucher bei einer zu niedrigen Dosis rasch das Interesse verliert. Häufig werden herkömmliche Zigaretten und E-Zigaretten auch parallel verwendet, um zumindest die Anzahl der «Glimmstängel» zu reduzieren. Ziel muss aber bleiben, ganz auf das Rauchen zu verzichten. Übrigens: Der 31. Mai ist der «Welttag ohne Tabak».

PD Dr. med. Georg Fröhlich ist Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin. Weitere Infos: www.herzclinic-luzern.ch

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