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Ratgeber

Schmerzen im Schulterdach – was ist die Ursache?

Mich (w, 43) plagen seit zwei Jahren rätselhafte Schmerzen im linken Gelenk Schlüsselbein-Brustbein. Teils so heftig, dass ich nicht mal einen Pullover ausziehen konnte. Nichts half. Erst mit Kortisonspritzen ging der Schmerz endlich weg. Nun habe ich wieder mit Krafttraining begonnen – und die Schmerzen sind zurück. Warum?
Felix Buschor*
Felix Buschor

Felix Buschor

Das Schlüsselbein verbindet das Brustbein mit dem Schulterblatt und hat somit an beiden Enden eine Gelenkfläche, beide können schmerzen. Das Gelenk zum Brustbein hin ist seltener betroffen, und die Ursache ist oft unklar. Die meisten Schmerzen können mit körperlicher Schonung, Salben oder Tabletten bekämpft werden und sind von vorübergehender Natur. Eine Ruhigstellung hilft nicht und operative Verfahren sind wenig erfolgversprechend.

Sehr viel häufiger ist das Gelenk zum Schulterblatt hin betroffen. Das vom Leser im Begleitbrief erwähnte Akromio-Clavicular-Gelenk (AC-Gelenk) gehört zum Schulterdach, unter welchem schmerzempfindliche Strukturen verlaufen: Schleimbeutel, Bizepssehne, Sehnen der Rotatorenmanschette und die Gelenkskugel. Der Schleimbeutel kann entzündlich gereizt und verdickt sein, vor allem wenn er durch Fehlbelastungen eingeklemmt wird. Im Gewebe kann sich Kalk ablagern. Knöcherne Randzacken können spornartig nach unten wachsen, auf den Schleimbeutel drücken und den Gelenksraum einengen. Man spricht dann von Engpass oder Impingementsyndrom.

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Oft Folge von Unfällen

Klassisch sind Schmerzen in der Nacht sowie die Mühe beim Ausziehen des Pullovers. Häufig ist die AC-Arthrose Folge von Unfällen. Stürze vorwärts direkt auf die Schulter sind im Sport bekanntlich häufig. Dabei kann das AC-Gelenk gestaucht und geschädigt werden. In schweren Fällen reissen die Bänder, welche das Gelenk stabilisieren. Es kann eine Gelenksabnutzung (Arthrose) resultieren. Dabei reibt Knochen auf Knochen, was beim Bewegen zu Reibegeräuschen führen kann. Ein solches «Chrosen» kann u. a. aber auch durch Narbengewebe oder Kalk entstehen.

Zur Diagnostik: Der Arzt oder erfahrene Physiotherapeut findet mit einer gezielten körperlichen Untersuchung und speziellen Tests häufig den Ursprung des Leidens. Die Diagnostik kann mittels Röntgen, Ultraschall oder der MRI-Untersuchung ergänzt werden. Zur Lokalisation der Schmerzquelle wird oft lokal ein Betäubungsmittel eingespritzt. Ist die Schmerzquelle bekannt, hilft eine Kortisonspritze ins AC-Gelenk gut und anhaltend.

Operation als letzter Schritt

Sehr viele Schulterprobleme können durch eine gezielte Physiotherapie erfolgreich beseitigt werden. Allerdings muss der Patient im Einzelfall Belastungen, welche Schmerzschübe auslösen, weglassen. Bei hartnäckigen und chronischen Fällen können Knochensporne und schmerzhafte Gelenksanteile des AC-Gelenkes mit relativ kleinem Aufwand durch arthroskopische Methoden entfernt werden. Die Operation ist jedoch der letzte Schritt in der Behandlungskette. Dabei ist die Erfahrung des Operateurs von grosser Bedeutung.

*Dr. med. Felix Buschor ist Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Sportarzt www.hirslanden.ch/ro

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