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Ratgeber

Rasenroboter: Braucht es eine Haftpflicht-Versicherung?

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus. Nun hat der Hausmeister einen Rasenroboter angeschafft, der auch am Tag unterwegs ist. Ist der Einsatz eines solchen Rasenmähers verantwortbar oder zu gefährlich für kleine Kinder oder Tiere? Benötigt man hierfür eine spezielle Versicherung?
Beat Frischkopf*

Rasenroboter haben zwar eingebaute Sicherheitsvorkehrungen, damit die Schneideklingen beim Hochheben stoppen, wodurch Unfälle verhindert werden sollen. Stehende kleine Kinder oder auch Tiere, selbst Hühner werden im Normalfall vor allem von den neusten Modellen als Hindernis erkannt und vom Rasenroboter einfach umfahren.

Gefährlich kann es aber für Kinder werden, die im Gras liegen oder krabbeln, da die Roboter ausgestreckte Händchen oder Füsse nicht erkennen und deshalb einfach darüber zu fahren versuchen. Ebenso werden unter Umständen kleine Tiere (wie z. B. Igel, Blindschleichen usw.) oder Gliedmassen von Haustieren oft nicht als Hindernisse gedeutet und einfach überfahren. Dadurch sind schwerwiegende Verletzungen bei Kindern und Tieren denkbar. Weil Rasenroboter eine Gefahr für Kinder und Tiere darstellen können, sollte man sie nie auf dem Rasen eines Mehrfamilienhauses, wo zur selben Zeit Kinder sich tummeln, mähen lassen. Besser ist es, die Rasenroboter vorwiegend in Zeiten «arbeiten» zu lassen, in welchen Kinder nicht draussen am Spielen sind, wie z. B. frühmorgens oder nachts. Allerdings können dann nachtaktive Kleintiere gefährdet werden. Selbst die Hersteller weisen darauf hin, den Roboter nie unbeaufsichtigt zu betreiben.

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Wer haftet bei Schaden?

Entsteht durch den Einsatz eines Rasenroboters ein Personen- oder Sachschaden, so stellt sich die Frage, wer dafür haftet. Die Heilungskosten (Arzt, Spital, Therapie usw.) dürften kein Problem sein, da dafür Krankenkasse/Unfallversicherung aufkommen müssen. Doch je nach Situation können diese Regressansprüche an den Betreiber stellen. Grundsätzlich hat der Eigentümer des Rasenroboters dafür zu sorgen, dass genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um Schäden zu vermeiden. Er haftet, wenn ihm durch den Einsatz des Gerätes ein Verschulden vorgeworfen werden kann. Private Haftpflichtversicherungen bieten Versicherungsschutz bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden, wobei grundsätzlich auch Schäden mitversichert sind, welche durch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, die nicht versicherungspflichtig sind, verursacht werden. Zu diesen selbstfahrenden Arbeitsmaschinen zählen Rasenmäher und Roboterrasenmäher. Ob und in welchem Umfang Leistungen erbracht werden, hängt aber von der jeweiligen Versicherung ab.

In diesem Sinne dürften die Einfamilienhauseigentümer abgesichert sein. Problematischer ist die Ausgangslage bei einer Stockwerkeigentümerschaft, also beim Mehrfamilienhaus, wo der Hauswart den Roboter bedient. Grundsätzlich sollte die Gebäudehaftpflichtversicherung dieses Risiko auch abdecken. Ich empfehle Ihnen aber, sich vom Haftpflichtversicherer schriftlich bestätigen zu lassen, dass durch Rasenroboter verursachte Schäden vom Deckungsbereich umfasst sind. Sonst sollten Sie dies durch einen Zusatz einschliessen lassen.

*Dr. iur. Beat Frischkopf, Sursee, Rechtsanwalt. Infos: www.frischkopf.ch

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