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Prostata: Was bedeutet ein erhöhter PSA-Wert?

Der Hausarzt hat bei mir (51) zwecks Prostatakrebs-Früherkennung den PSA-Wert bestimmt. Dieser ist anscheinend erhöht, und jetzt soll ich das bei einem Urologen abklären lassen. So ernst ich das Thema nehme, befürchte ich, in die viel zitierte «Mühle» zu geraten. Beschwerden habe ich keine. Ist eine Abklärung trotzdem nötig?

PD Dr. med. Pascal Zehnder *
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Prostatakrebs ist in der Schweiz mit jährlich rund 6000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Männern über 65 Jahren. Typischerweise haben Patienten im Frühstadium keine Beschwerden. Viele Diagnosen werden im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung gestellt.

Diese Abklärung der Prostata wird Männern mit guter Lebensqualität ab 50 Jahren empfohlen. Bereits ab 45 Jahren sollten sich Männer abklären lassen, deren Vater oder Brüder bereits an Prostatakrebs erkrankt sind, oder wenn gehäuft Brust- oder Unterleibs-Krebserkrankungen in der Familie vorliegen.

PD Dr. med. Pascal Zehnder

PD Dr. med. Pascal Zehnder

Zur Krebsvorsorgeuntersuchung der Prostata gehören das Abtasten der Prostata vom Mastdarm aus sowie die Bestimmung des PSA-Werts im Blut. Beide Untersuchungen können sowohl vom Hausarzt als auch vom Urologen durchgeführt werden. Wichtig ist die vorgängige Information über das weitere Vorgehen im Falle eines erhöhten PSA-Werts. Damit nicht jemand ungewollt in die erwähnte «Abklärungsmühle» gerät, braucht es die Einwilligung des Betroffenen zur Bestimmung des PSA-Werts. Ich empfehle grundsätzlich das Durchführen der Vorsorgeuntersuchungen inklusive PSA-Messung.

PSA steht für «Prostata-spezifisches Anti-Gen», ein Eiweiss, welches ausschliesslich in der Prostata produziert wird. Der Grenzwert ist in der Regel bei 4ug/l festgelegt.

Auch andere Ursachen als Krebs sind möglich

Wird der Grenzwert überschritten, liegt nicht zwingend eine Krebserkrankung vor. Die Situation sollte dann aber sicher durch einen Urologen abgeklärt werden. Nebst einer Krebserkrankung gibt es diverse prostatische Ursachen, welche eine PSA-Erhöhung zur Folge haben können. Dazu gehören Entzündungen, Probleme beim Wasserlösen, eine stark vergrösserte Prostata, aber auch mechanische Gründe, etwa eine längere Velotour unmittelbar vor der PSA-­Wert-Bestimmung. Ein erstmalig erhöhter PSA-Wert kann durchaus kurzfristig kontrolliert werden.

Umgekehrt schliesst ein PSA-Wert im Normbereich nicht mit Sicherheit eine Krebs­erkrankung aus. Etwa ­10 Prozent aller Prostatakrebs-Patienten weisen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung einen normalen PSA-Wert auf. Der Blutwert ist nur ein Baustein in der Abklärung und hat bei jedem Mann einen individuellen Verlauf. Die Beurteilung muss unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren stattfinden. Wertvoller als ein einzelner Wert ist zudem der PSA-Verlauf über die Zeit.

Kann die Erhöhung des PSA-Werts im Rahmen der urologischen Untersuchungen nicht mit einer der oben­genannten Ursachen erklärt werden, folgt die weiterführende Diagnostik mittels Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und der Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata.

* PD Dr. med. Pascal Zehnder ist Facharzt für Urologie,
spez. Operative Urologie, www.hirslanden.ch

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