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Ratgeber

Muss ich die ganze Freizügigkeitsleistung einzahlen?

Da ich (w., 47) zwischen einem Stellenwechsel einige Monate Pause machte, wurde mein Pensionskassen­kapital von 300000 Fr. auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen. In der neuen PK muss ich, um das Maximum der Leistungen zu erhalten, aber nur 250000 Franken einzahlen. Muss ich trotzdem das ganze Guthaben überweisen?
Hugo Berchtold*
Illustration zum Thema Pensionskasse. (Bild: Manuela Jans)

Illustration zum Thema Pensionskasse. (Bild: Manuela Jans)

An sich wird im Freizügigkeitsgesetz (FZG) klar festgehalten (Art. 3): «Treten Versicherte in eine neue Vorsorgeeinrichtung ein, so hat die frühere Vorsorgeeinrichtung die Austrittsleistung an die neue zu überweisen.» In der Regel wird somit das gesamte angesparte Vorsorgekapital an die neue Pensionskasse überwiesen.

Ausnahmebestimmungen

In Art. 13 des FZG wird aber gleichzeitig präzisiert:

«1. Verbleibt ein Teil der eingebrachten Austrittsleistung, nachdem sich die Versicherten in die vollen reglementarischen Leistungen eingekauft haben, so können sie damit den Vorsorgeschutz in einer anderen zulässigen Form erhalten.

2. Die Versicherten können mit dem verbleibenden Teil der eingebrachten Austrittsleistung auch künftige reglementarisch höhere Leistungen erwerben. Die Vorsorgeeinrichtung hat jährlich darüber abzurechnen.»

Sie können also die nicht benötigten 50000 Franken auf dem einen Freizügigkeitskonto lassen und nur die zur vollen Deckung benötigten 250 000 Franken in die neue PK einzahlen. Allerdings können Sie das Geld nicht für andere Zwecke als für Ihre Vorsorge benutzen.

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Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Steuerlich interessant

Das Splitten des PK-Guthabens kann sich in doppelter Hinsicht auszahlen. Wenn Sie die Absicht haben, später einen Teil Ihres Altersguthabens aus der Pensionskasse in Kapitalform zu beziehen, dann kann das separate Freizügigkeitsguthaben zu einem steuerlichen Vorteil führen. Da die Freizügigkeitsguthaben maximal fünf Jahre vor und nach dem Erreichen des Pensionierungsalters bezogen werden können, kann der Bezug des angesparten Kapitals gestaffelt erfolgen.

Gestaffelt beziehen

Sie könnten also zuerst beim Erreichen des Pensionsalters alles oder einen Teil des PK-Guthabens beziehen und später dann das Geld vom Freizügigkeitskonto. Da die Besteuerung des Bezugs von PK-Geldern stark progressiv ist, kann man so die Steuerprogression brechen und Steuern sparen. Ausserdem können Sie das angesparte Geld während fünf Jahren über das Pensionierungsalter hinaus auf dem Freizügigkeitskonto sicher, verzinst und vor allem steuerfrei anlegen.

* Hugo Berchtold, Team Ratgeber

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