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Ratgeber

Mein Kater miaut die halbe Nacht, was soll ich tun?

Wir wurden vom Nachbarn «gewarnt», es werde unserem Kater an den Kragen gehen, wenn dieser ihm weiterhin den Schlaf raube. Wir wissen, dass das nicht ernst gemeint ist, und uns nervt das nächtliche Geheule ja auch. Aber was kann man dagegen tun? Einsperren nützt nichts, dann wird noch heftiger gejammert.
Susi Paul*

Die Drohung ist ernst zu nehmen, denn Katzengejaule kann sehr an die Nerven gehen.

Katzen sind von Natur aus aktiv in der Nacht beziehungsweise im Morgengrauen und beim Einnachten. Dies vor allem, weil ihre Beutetiere dann aktiv sind und ihren Jäger nicht sehen. Katzen können absolut unbeweglich verharren ohne einen Wimpernschlag, ohne eine kleinste Körperbewegung. Grandios!

Katzen fressen zirka 15-mal innerhalb 24 Stunden. Wenn zu wenig Beute gefangen werden konnte und auch wenn noch Katzenwelpen gefüttert werden müssen, wird der Tag zur Jagd mit einbezogen. 100 bis 200 Versuche, Beutetiere zu schlagen, und dabei zirka 15 Prozent Erfolg haben, ist eine Höchstleistung. Anders gesagt: Von 24 Stunden braucht die Katze mindestens 8, um genügend Futter zu jagen. Zudem muss sie regelmässig ihr Revier kontrollieren und markieren, damit alle Katzennachbarn auch wissen, wie und wo die Grenzen sind.

Und da gibt es noch die Kater, die im Frühling und im Herbst durch die Reviere streichen, um für Nachwuchs zu sorgen. Kämpfen, nachmarkieren und auch mal wegrennen ist angesagt! Und da Katzen enorm gut hören und riechen, nehmen sie auch in der Wohnung wahr, dass ein «Fremder» durch den Garten schleicht oder aber der Katzennachbar sein Revier vergrössern will.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Ich bin auch noch da!

Was macht nun unser Stuben­kater? Er kommt in Aufregung, da er das Ganze weder mitmachen noch beeinflussen kann. Also tut er lauthals kund, dass er auch da ist und mindestens seine Wohnung ihm gehört. So kann er zumindest auch am Zirkus mitmachen und seinen Anspruch (sei es aufs Revier oder auf weibliche Tiere) kundtun. Besser als Trübsal blasen oder «vor zu viel in den Kummer fressen» dick werden! Nur eben: Von den Zweibeinern wird das überhaupt nicht goutiert!

Was tun? Lassen Sie die Katze arbeiten und bieten Sie ihr Unterhaltung! Aber wie? Denn viele Katzenbesitzer sind den ganzen Tag weg, und nachts wollen sie schlafen ...

Beschäftigen, unterhalten

Es bietet sich vieles an, um der Hauskatze den Tag «schwer» zu machen – also wie in der Natur. Sie füttern jeden Morgen und Abend der Katze einen Esslöffel Nassfutter mit einem Esslöffel heissem Wasser vermischt. Dadurch, dass das Futter lauwarm ist, hat es mehr Geschmack und wird gern gefressen. Dies ist ein Ritual, gleichzeitig eine Kontrolle, dass es der Katze gut geht – und sie hat damit bereits Flüssigkeit aufgenommen. Den Rest des Futters (Trockenfutter) verstecken Sie in der Wohnung oder lassen es die Katze aus einem Fummelbrett, aus einem Spielzeug (wie Pipolino) oder etwas Selbst­gebasteltem erarbeiten. Es gibt massenhaft Vorschläge und Ideen im Internet oder in Pet-Shops. Während die Katze ihre kleine Portion Nassfutter zu sich nimmt, gehen Sie auf Verstecktour mit dem Trockenfutter. Nun hat Ihre Katze genug zu tun, bis Sie von der Arbeit zurück oder aufgestanden sind. Und wenn Sie jetzt noch täglich mit feiner Bürste Ihrer Katze bei der Fellpflege helfen und ein paar Mal mit ihr spielen, wird es ruhig um Ihre Katze, und keiner verwünscht sie ins Pfefferland! Ihr Lohn: Sie sind ein/e vorbildliche/r Katzenhalter/in.

* Dr. med. vet. Susi Paul, Fachtierärztin für Verhaltentsmedizin STVV

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