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Ratgeber

Last-Minute-Geschenke: Was ist zu beachten?

Ich habe oft zu wenig Zeit, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen, oder bisweilen auch einfach keine Ideen. So kommt es, dass ich manchmal in letzter Minute noch etwas auftreiben muss. Haben Sie mir Tipps, was bei Last-Minute-Geschenken zu beachten ist?
Irène Wüest*
Irène Wüest

Irène Wüest

Wer abgehetzt und gestresst auf den letzten Drücker irgendwas ersteht, um nicht mit leeren Händen dazustehen, läuft Gefahr, voll danebenzugreifen. Trotz aller Hektik sollte deshalb ein Grundsatz jeglichen Schenkens beachtet werden: Ein Geschenk soll zeigen, dass man sich über den Empfänger Gedanken gemacht und es mit Blick auf dessen Wünsche und Geschmack ausgesucht hat.

Ausdruck der Wertschätzung

Geschenke sind Ausdruck der Wertschätzung, des Freudebereitenwollens und dienen dazu, die persönliche Bindung zu unterstreichen und zu festigen. Wer das Schenken als Pflichterfüllung betreibt, wird dem effektiven Sinn nicht gerecht – und sollte es lieber bleiben lassen. Kaufe ich in letzter Minute noch schnell irgendein Parfüm oder eine beliebige Krawatte, entlarvt das Interesse- und Lieblosigkeit. Dann ist es besser, sich stattdessen Gutscheine zu besorgen oder direkt das Geld zu schenken. Aber Achtung: Die Aufmachung ist entscheidend, ob es eine desinteressiert hingeworfene oder eine Anteilnahme bekundende Gabe wird! Werden jemandem innerhalb des Familien- und Freundeskreises auf «Trinkgeld-Manier» einfach ein paar Scheinchen in die Hand gedrückt oder lediglich in einem Umschlag überreicht, trübt das die Freude der meisten Beschenkten, weil es herabmindernd und wegwerfend wirkt. Auch ein vorgedruckter Gutschein wirkt ohne ein paar persönliche Worte einfallslos und geringschätzig. Investieren Sie trotz Eile etwas Zeit, Kreativität und Fantasie in die Gestaltung und geben Sie dem Präsent eine persönliche Note. Damit zeigen Sie, dass Ihnen die beschenkte Person Aufwand und Zuwendung wert ist. Mehr noch: Sie bereiten ihr bereits vor dem Öffnen eine Freude.

Gestaltungsmöglichkeiten könnten sein: ein Heft mit Gutscheinen für (zum Beispiel) zwölf Blumensträusse, jeden Monat einen – die Sträusse selbstredend den Vorlieben der beschenkten Person angepasst. Oder ein Geschenkkorb mit Spezialitäten der Region oder des letztes Urlaubslandes «zur Erinnerung daran». Als Zeichen der Zuneigung und Gemeinsamkeit könnte etwa eine Eieruhr mit Gutschein für «Zeit zum gemeinsamen Kochen» oder einen gemeinsamen Ausflug dienen. Auch Hobbys und Vorlieben können zu Geschenkideen inspirieren. So lässt sich etwa noch in allerletzter Minute ein Jahres-Abo einer passenden Fachzeitschrift, eine spezielle Trinkflasche für den Sportler oder ein Spanisch-Hörbuch für den Spanisch-Lernenden or­ganisieren. Und wieder: alles liebevoll verpackt.

Zaunpfahlwink: Voll daneben

Missionarische Geschenke – wie etwa die Küchenmaschine für die berufstätige Frau, als Wink mit dem Zaunpfahl, dass sie wieder öfter kochen möge – sind die besten Garanten für Enttäuschung und Unfrieden. Theaterkarten für den Kulturmuffel, eine Kiste Bier für den Weinliebhaber – Gedankenlosigkeit pur. Daher: denken beim Schenken! Oder lieber nichts schenken als Lieblosigkeit vermitteln.

*Lic. phil. Irène Wüest ist SkillCoach, Organisations- und Kommunikationsberaterin, www.skillcoach.ch

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