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In die «Röhre»: Was unterscheidet CT von MRI?

Ich (w, 65) habe seit Jahren immer wieder Kopfschmerzen. Mein Hausarzt hat mir jetzt gesagt, dass ich zur weiteren Abklärung einmal in die «Röhre» muss. Was ist der Unterschied zwischen Computer- und Magnetresonanztomografie? Was passiert in der «Röhre»? Ist die Untersuchung gefährlich?
Arne Fischmann*

Moderne bildgebende Verfah­ren helfen dem Arzt, schnelle und präzise Diagnosen zu stellen. Mit dem Begriff «Röhre» werden zwei unterschiedliche Methoden beschrieben: die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT oder MRI). Beide Untersuchungen sind sogenannte Schnittbildverfahren: Die Bilder sehen so aus, als ob der Mensch in dünne Scheiben geschnitten wurde.

Computertomografie: Bei der CT kreist (von aussen nicht sichtbar) eine kleine Röntgenröhre innerhalb weniger Sekunden um den Patienten. Die benötigte Strahlung ist methodisch bedingt dabei stärker als für ein normales Röntgenbild, aber üblicherweise geringer als die natürliche Erdstrahlung, der man im Laufe eines Jahres ausgesetzt ist. Bei der CT wird die Strahlung aber immer so gering wie möglich gewählt.

Magnetresonanztomografie: Die MRT oder MRI verwendet keine Röntgenstrahlung, sondern ein starkes Magnetfeld (bis 100000-mal so stark wie das Erdmagnetfeld) und Radiowellen, um die Bilder zu erzeugen. Allgemein kann man sagen, dass rein technisch die Bilder umso besser sind, je länger und enger die Röhre gebaut ist. Die Untersuchung dauert auch etwas länger – je nach Körperteil und Fragestellung zwischen 15 Minuten und einer Stunde. Aufgrund des starken Magnetfeldes können manche Patienten mit Metall im Körper nicht untersucht werden. Seit vielen Jahren werden aber beispielsweise künstliche Gelenke aus Materialien hergestellt, die für die MRT tauglich sind. Auch Herzschrittmacher können heute häufig in der MRT untersucht werden, benötigen aber jeweils eine spezielle Einstellung kurz zuvor durch den Kardiologen. Die Untersuchung selbst ist nicht gefährlich.

Ob Sie besser in der CT oder in der MRT untersucht werden, entscheidet Ihr Arzt gemeinsam mit dem Radiologen – dem Spezialisten für die Bildgebung. Für manche Körperregionen und Erkrankungen bietet die CT Vorteile, für andere die MRT. Veränderungen der Lunge sind beispielsweise mit der CT deutlich besser zu erkennen.

Chronisches Kopfweh: MRI

Dagegen ist die MRT deutlich empfindlicher und genauer, um Veränderungen des Gehirns zu zeigen. Bei Patienten mit ständigen Kopfschmerzen wird daher meist eine MRI durchgeführt, um beispielsweise Tumoren oder Veränderungen der Hirnhäute und Blutgefässe auszuschliessen. Treten Kopfschmerzen jedoch plötzlich und stark auf, empfiehlt sich wiederum die CT, um schnellstens eine Blutung auszuschliessen.

Manchmal kombiniert man CT und MRT jeweils mit einer nuklearmedizinischen Unter­suchungsmethode (Szintigrafie, SPECT, PET). Dabei wird ein schwach radioaktiver Stoff gespritzt, der sich im Körper verteilt. So können bestimmte Tumoren oder Entzündungen besonders gut entdeckt werden. Diese Untersuchungen sind jedoch etwas aufwendiger und werden vor allem für gezielte Fragen eingesetzt.

* PD Dr. med. Arne Fischmann ist Facharzt für Radiologie FMH und Leitender Arzt Neuradiologie am Institut für Radiologie und Nuklearmedizin an der Klinik St. Anna Luzern. Mehr Infos auf www.hirslanden.ch

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