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Ratgeber

Ich habe die guten Vorsätze schon wieder aufgegeben

Aufs neue Jahr habe ich mir wieder vieles vorgenommen. Etwa künftig mehr Zeit für mich zu haben. Mit der Umsetzung hat es leider bis jetzt überhaupt nicht geklappt. Das frustriert mich, weil ich mich als Versagerin fühle und die erhofften Veränderungen ausbleiben. Woran liegt das wohl, und wie kann ich das ändern?
Nicole Kopp*

Mit Ihrer Problematik stehen Sie nicht alleine da, vielen Menschen fällt es schwer, ihre guten Vorsätze auch in die Tat umzusetzen. Bleiben Sie deshalb geduldig, und gehen Sie achtsam und wohlwollend mit sich um.

Nicole Kopp. (Bild: Margherita Delussu Fotografie).

Nicole Kopp. (Bild: Margherita Delussu Fotografie).

Sie haben sich offenbar vieles vorgenommen. Doch je höher die Anzahl der Vorsätze, um so grösser die Gefahr, dass Sie sich überfordern. Häufig ist es sinnvoll, eine Prioritätenliste zu erstellen und einen Vorsatz nach dem anderen in die Tat umzusetzen. Ein umgesetzter ist wertvoller als drei gescheiterte.

Ziele statt Vorsätze

Zudem können Sie sich die Umsetzung Ihrer Vorhaben erleichtern, indem Sie statt von Vorsätzen konkret von Zielen sprechen. Gute Vorsätze für das neue Jahr sind nicht eben dafür bekannt, regelmässig realisiert zu werden. Ein gut formuliertes Ziel hingegen hat da deutlich bessere Chancen.

Damit Sie ein Ziel auch wirklich erreichen können, müssen Sie wohlüberlegt formulieren. Auch dadurch unterscheidet sich ein Ziel von einem Vorsatz, welcher oft spontan aus einer Laune heraus entsteht. Zuerst ist es sinnvoll, sich Gedanken über den Zeitraum zu machen, in welchem Ihr Ziel realistischerweise erreicht werden kann. Braucht es zum Beispiel eine Vorbereitung, damit Sie sich mehr Zeit für sich nehmen können? Müssen allenfalls andere Verpflichtungen reduziert werden? Bis wann ist so etwas machbar?

Bereits im Rahmen dieser Planung lohnt sich die Über­legung, welche Hindernisse auftauchen könnten. Idealerweise entwickeln Sie bereits Strategien, wie Sie diesen begegnen können.

Sechs zentrale Fragen

Ist Ihr Ziel definiert und der Zeitrahmen gesteckt, lohnt es sich, das gesteckte Ziel anhand des sogenannten Smarto-Checks zu überprüfen. Dabei beantworten Sie für sich folgende Fragen: Ist mein Ziel genügend spezifiziert? Ist es messbar, ob und wann ich mein Ziel erreicht habe? Ist das Ziel attraktiv für mich? Ist das Ziel realistisch formuliert? Ist das Ziel terminiert? Ist das Ziel ökologisch, das heisst, verträgt sich die Zielsetzung mit meinem aktuellen Umfeld und meiner Lebenssituation?

Für Ihr Ziel, mehr Zeit für sich zu haben, könnten Sie sich zum Beispiel folgende Fragen stellen: Weiss ich, was ich damit meine, wenn ich Zeit für mich haben möchte? Woran merke ich, dass ich die Zeit für mich hatte, die ich brauche? Fühlt es sich gut an für mich, wenn ich daran denke, künftig mehr Zeit für mich zu haben? Habe ich genügend Zeitfenster, um die gewünschte Zeit für mich einzuplanen? Habe ich klar definiert, wann ich mir die Zeit für mich nehmen möchte? Verträgt es sich mit meinem beruflichen und meinem privaten Umfeld, wenn ich mir mehr Zeit für mich nehme?

Können Sie alle diese Fragen guten Gewissens mit Ja beantworten, sollte der Umsetzung Ihres Ziels nichts mehr im Wege stehen. Und sollte es beim ersten Mal nicht gleich klappen, suchen Sie die Schwachstellen, und wagen Sie einen zweiten Anlauf.

* Nicole Kopp ist Rechtsanwältin, Mediatorin, Coach, betriebliche Mentorin, www.familiendialog.ch.

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