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Ratgeber

Fettleibigkeit beim Hund: Was kann man tun?

Unser Berner Sennenhund ist zwar ein verspieltes Tier, trotzdem wird er immer fülliger. Wir bemühen uns, ihn zu bewegen, aber oft fehlt halt die Zeit. Auch reichen wir ihm nur selten ein «Probiererli» vom Esstisch. Ist Fettleibigkeit bei Hunden gefährlich? Ein Nachbar meint, man müsse einen Hungertag pro Woche einlegen. Hilft das?
Susi Paul*

Einen Hund zu halten, ist nicht nur eine tolle Sache, sondern auch mit Pflichten verbunden. Und es wird uns Hundehaltern vom Gesetz her vorgeschrieben, wie lange ein Hund täglich bewegt werden muss (Art. 71 der Schweizerischen Tierschutzverordnung). Das gilt vor allem für gesunde Hunde.

Hunde gehören zu den Laufraubtieren und haben daher ein natürliches Bedürfnis, sich zu bewegen. «Du bist ein fauler Hund», gilt für alle Hunde, die genug gefressen und sich genug bewegt haben. Dann liegen sie herum und geniessen den Tag. Hunde sind auch sehr soziale Tiere (Familientiere). Sie sind nicht gern alleine, machen gerne mit, wenn die Familie etwas unternimmt, und lieben Regelmässigkeit und Verlässlichkeit. Sie sind ideale Begleiter und Familienmitglieder! Aber genau weil gesunde Hunde so anpassungsfähig sind, sind wir verpflichtet, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Wer das nicht kann (warum auch immer), sollte keinen Hund halten.

Übergewicht bei Hunden ist – wie bei uns – eine Über­belastung der Gelenke und des Kreislaufs. Übergewichtige Hunde werden früher oder später körperliche Folgen zeigen. Das verdienen sie nicht.

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Aber es ist auch schwierig, mit Hunden «abzumagern». Hunde sind von Natur aus «Schlinger» – es wird innert kürzester Zeit so viel wie möglich gefressen, denn in der Natur weiss der Hund nicht, wann es das nächste Mal etwas gibt und wie viel.

Wie sieht die Lösung aus?

Setzen Sie mit Ihrem Tierarzt das Zielgewicht fest. Dann nehmen Sie sich viel Zeit. Hier gilt der Spruch: «Weniger ist mehr!» Es gibt Abmagerungsfutter. Aber auch damit muss man sich an die Vorgaben halten. Sie können jedoch auch mit ihrem bisherigen Futter weiterfahren.

Teilen Sie die Portion auf, und füttern Sie zweimal täglich. So kann sich der Hund zweimal auf sein Futter freuen. Jede zweite Woche kürzen Sie die Portion um einen Kaffeelöffel (das merkt der Hund nicht), bis sich der Erfolg einstellt. Wenn Sie ihm ein «Probiererli» geben, wird etwas mehr gekürzt. Ihr Hund sollte die Veränderung kaum merken. Das braucht zwar Zeit, aber der Hund spürt es kaum!

Die zweite Massnahme ist: mehr Bewegung. Auch das nicht von heute auf morgen. Machen Sie mindestens einmal täglich mit Ihrem Hund einen längeren Spaziergang, etwa morgens früh vor der Arbeit. Sie werden sehr schnell merken, wie schön das ist, und tun damit für Hund und Mensch das Beste. Sogar bei schlechtem Wetter kann man jedem frühen Morgenspaziergang etwas Schönes abgewinnen! Aber man muss es tun!

Ein Fastentag pro Woche ist sicher nicht falsch. Aber halten Sie das durch? Die Methode «etwas weniger Futter (eventuell Diätfutter) und mehr Bewegung» hat sich sehr gut bewährt.

Um es dem Tier noch leichter zu machen, gibt es auch Futter(such)spiele. Wichtig auch da, dass Sie das zu suchende oder zu erarbeitende Futter von der täglichen Ration nehmen. Die meisten Hunde machen das sehr gern. Haben Sie einen Garten, können Sie einen Teil des Futters dort verstecken. Zudem sind Sie zwei- bis dreimal am Tag ganz intensiv mit Ihrem Hund zusammen: Qualitätszeit! Tun Sie etwas, tun Sie es für Ihren Hund und seine Gesundheit!

* Dr. med. vet. Susi Paul, Meggen, Fachtierärztin für Verhaltensmedizin STVV

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