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Ratgeber

Einladung: Hund raus – kann ich das verlangen?

Wir sind ab und zu bei Bekannten eingeladen, die einen Hund oder eine Katze besitzen. Dass die Anwesenheit dieser Tiere im Raum und gar beim Essen die Besitzer nicht stört, ist mir klar. Ich bin jedoch kein grosser Tier­liebhaber und mag es nicht, wenn ich die feuchte Hundeschnauze auf dem Schoss spüre. Darf ich das äussern?
Doris Pfyl*

Wer Freunde mit Haustieren besucht und selber nichts mit Vierbeinern anfangen kann, braucht viel Fingerspitzengefühl. Da sind starke Emotionen im Spiel, und man betritt unter Umständen dünnes Eis bei diesem Thema. Denn für viele Menschen sind Haustiere Familienmitglieder. Für sie ist es unvorstellbar und bisweilen auch verletzend, dass jemand ihre vierbeinigen Lieblinge nicht mag.

Oft besteht eine ausgesprochene innige Beziehung zwischen Mensch und Haustier. Gerade Hunde werden zu sehr geschätzten und äusserst vertrauten Begleitern. Das führt dazu, dass sich Hundebesitzer vor den Kopf gestossen fühlen, wenn ihr Tier abgelehnt wird oder bei einer Einladung nicht willkommen ist.

Auch wenn die Beziehung zwischen Mensch und Hund noch so intensiv ist: Ich rate davon ab, den Hund einfach «auf gut Glück» mitzunehmen. Das ist wenig stilvoll, unhöflich und schon gar nicht durchdacht. Die Gastgeber müssen mit der Anwesenheit eines Tieres in ihren eigenen vier Wänden einverstanden sein. Zudem ist nicht jeder Anlass hundetauglich. Beim Kaffeekränzchen zu einem 90. Geburtstag langweilt sich das Tier während des stundenlangen Wartens unter dem Tisch womöglich. Und Kindergeburtstage können selbst für einen sehr friedlichen Tiercharakter äusserst stressig sein.

Ganz unproblematisch ist es also nicht, Tierbesitzern mitzuteilen, dass man nicht die gleichen Gefühle für ihr Tier empfindet. Am einfachsten ist es, wenn ein sachlicher Grund für die Ablehnung angeführt werden kann wie etwa eine Allergie. Kein Gastgeber will, dass sein Besuch wegen des Haustiers gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen muss.

Sie mögen nun aber einfach die Nähe von Tieren nicht sonderlich. Warum Sie diese Abneigung haben, sei dahingestellt. Vielleicht machten Sie als Kind eine schlechte Erfahrung, die nun Unbehagen oder gar Angst auslöst. Ich rate zu offener Kommunikation. Stellen Sie aber keine Bedingungen oder Forderungen in Form von: «Bringt euren Hund in einem anderen Raum unter!» Denn generell hat der Gastgeber die Spielregeln in seinem Zuhause zu bestimmen.

Suchen Sie Rat?

Schreiben sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern.
Email: ratgeber@luzernerzeitung.ch
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Eigenes Befinden erläutern

Senden Sie Ich-Botschaften. Wenn Sie es nicht mögen, dass der Hund seine Schnauze auf Ihren Schoss legt oder gar Ihre Hand ableckt, dann erklären Sie, dass Ihr Ekel keine Kritik am Tier, sondern eine persönliche Empfindung ist. Sucht die Katze Ihren Kontakt, ignorieren Sie sie. Sollte sie von ihrem Ehrgeiz, Sie zu «erobern», nicht ablassen, sagen Sie den Gastgebern, dass Sie sich unwohl fühlen, wenn sich die Katze dauernd an Ihren Beinen reibt.

Als Haustierbesitzer wiederum sollte man die Hinweise der Gäste ernst nehmen. Dem Gast empfehle ich im Gegenzug, den anwesenden Tieren möglichst mit Offenheit und Wohlwollen zu begegnen. So kann eine entspannte und für alle angenehme Stimmung entstehen, was sich mit Sicherheit auf Mensch und Tier positiv auswirkt.

*Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin, Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM www.imagemodestil.ch

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