EINKOMMENSSICHERUNG: Dies ist der zentrale Punkt bei der privaten Altersvorsorge

Wie soll man vorgehen, damit man bei der Pensionierung finanziell nicht zu viele Abstriche machen muss? Soll man eine Lösung in der Säule 3a oder in der Säule 3b anstreben? Zu beachten gibt es vor allem eines.

Silvia Steiner
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Wer heute spart, dem steht im Alter mehr zur Verfügung. Dies lohnt sich auch in steuerlicher Hinsicht. (Bild: Getty)

Wer heute spart, dem steht im Alter mehr zur Verfügung. Dies lohnt sich auch in steuerlicher Hinsicht. (Bild: Getty)

Silvia Steiner

Die Leistungen der ersten und der zweiten Säule decken in der Regel rund 60 bis 70 Prozent des bisherigen Einkommens ab. Somit dürfte die Fortsetzung des gewohnten Lebensstandards in den meisten Fällen nicht gegeben sein. Die weitergehende private Vorsorge in der dritten Säule ist somit ein ganz zentraler Bestandteil einer guten Altersvorsorge.

In der privaten Vorsorge wird zwischen der gebundenen und der freien Vorsorge unterschieden. Die gebundene Vorsorge (auch Säule 3a genannt) wird vom Staat durch zahlreiche Privilegien gefördert. So kann die getätigte Einzahlung beispielsweise vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Ebenso sind das bereits angesparte Kapital und die erwirtschafteten Kapitalerträge bis zum Zeitpunkt des Bezugs nicht steuerpflichtig.

Sparen in der Säule 3a bringt steuerliche Vorteile

Auf der anderen Seite sind diese Privilegien auch an Bedingungen geknüpft. So ist beispielsweise die jährliche Einzahlung gegen oben begrenzt. Bei Personen, die in der Pensionskasse versichert sind, beträgt der jährliche Maximalbetrag 6768 Franken pro Kalenderjahr. Bei Personen ohne Pensionskassenanschluss sind es 20 Prozent des Nettolohnes bzw. des Gewinns, bis maximal 33 840 Franken pro Kalenderjahr. Die Kapitalbe­züge der Säule 3a werden zu einem reduzierten Sondersatz besteuert. Das Sparen in der Säule 3a bringt somit insbesondere steuerlich viele Vorteile.

Es gibt noch die Säule 3b. Diese ist nicht privilegiert wie die Säule 3a, dafür flexibler. Unter die Säule 3b fallen beispielsweise der Besitz von Immobilien, Kontoguthaben bei der Bank oder Bargeld. Im Versicherungsbereich können viele Produkte wahlweise in der Säule 3a oder der Säule 3b abgeschlossen werden.

Gegenüberstellung Bank- und Versicherungssparen

Beim Versicherungssparen ist das Ziel, Kapital anzusparen, immer mit einer Versicherungsleistung in einem Unglücks- bzw. Todesfall verknüpft. Dies kann ein Kapital im Todesfall sein, eine Rente bei Erwerbsunfähigkeit oder aber auch eine Beitragsbefreiung. Oft werden auch mehrere dieser Komponenten miteinander kombiniert.

Beim Sparen in der Säule 3a geht es nicht zuletzt auch darum, dass man die steuerlichen Vorteile nutzen kann. Während zu diesem Zweck bei einer Bank­lösung problemlos neue Konten eröffnet werden können.

Es braucht im Versicherungsbereich ein wenig mehr Aufwand, um seine Policen so auszurichten, dass bei Fälligkeit die Auszahlungen auf mehrere Jahre verteilt werden können.