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Ratgeber

Einen «Korb» geben: Wie geht das geschickt und fair?

Es passiert mir (w., 25) ab und zu, dass meine offene, kommunikative Art missverstanden wird und ich in der Folge um meine Telefonnummer gebeten werde. Dabei geht es mir doch gar nicht «darum». Ich möchte meine Nummer nicht geben, aber auch niemanden vor den Kopf stossen. Wie könnte ich reagieren, ohne zu verletzen?
Doris Pfyl*
Doris Pfyl

Doris Pfyl

Offenheit macht vieles einfacher im Leben. Weltoffene Menschen werden als kreativ, fantasievoll, begeisterungsfähig und interessiert wahrgenommen. Es verwundert deshalb nicht, dass Sie mit Ihrer Kontaktfreudigkeit gut ankommen. Denn Fröhlichkeit ist sympathisch und steckt an. Deshalb umgeben wir uns gerne mit gut gelaunten, offenen Menschen – sie entspannen uns.

Zusätzlich wirkt Lebensfreude sehr anziehend. Mit einem solchen Gegenüber möchte man(n) gerne Zeit verbringen – und so kann es sein, dass die Frage nach den Kontaktdaten kommt. Es ist keine angenehme Sache, einen an sich sympathischen «Verehrer» abzuweisen. Das empfinden beide Geschlechter so. Auch Männern fällt es schwer, einen Korb zu geben.

Umworben zu werden, ist schmeichelhaft. Aber es ist feige, falsche Hoffnungen zu wecken und etwas vorzugaukeln, was nicht besteht. Wenn das Interesse einseitig ist, muss die Situation trotz «Verletzungsgefahr» mit freundlichen, aber ehrlichen Worten geklärt werden.

Falls Sie in einer Beziehung leben, ist es am einfachsten, die passende Formulierung zu finden. Erwähnen Sie, dass Sie einen Freund haben, den Sie lieben, und daher viel Zeit mit ihm verbringen möchten. Vielleicht merken Sie schon, bevor die Frage nach der Telefonnummer kommt, dass sich etwas in diese Richtung anbahnt. Erwähnen Sie Ihren Partner im Verlauf des Gesprächs, erzählen Sie etwa unbeschwert und locker von der schönen Radtour mit Ihrem Liebsten. So weiss Ihr Gegenüber, dass sich die Frage nach der Telefonnummer erübrigt.

Wunsch nach Freiheit

Ohne eine feste Beziehung könnte eine folgende Formulierung passend sein: «Ihr Interesse verstehe ich als Kompliment. Vielen Dank. Ich möchte zurzeit einfach vogelfrei durchs Leben gehen und keine Verpflichtungen eingehen. Daher gebe ich meine Telefonnummer niemandem.» Sie können natürlich auch erwähnen, dass Ihnen das Gespräch gefallen hat, Sie weitere Begegnungen aber nicht vorausplanen möchten. Solch klare Aussagen werden in der Regel akzeptiert, ergänzende Erklärungen sind meist nicht mehr nötig.

Ruhe wahren

In seltenen Fällen löst die klare Ansage eine Veränderung des vormals freundlichen Verhaltens aus. Das «Auf-den-Boden-geholt-Werden» der falschen Erwartungen kann weh tun, Unverständnis oder gar Aggression machen sich breit, der Korb wird nicht entspannt akzeptiert. Dann können die Umgangsformen auf der Strecke bleiben, vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist. Bleiben Sie in diesem Fall ruhig, und verlieren Sie nicht mehr viele Worte. Es reicht, die Absage noch einmal kurz zu formulieren, bevor Sie sich endgültig entfernen.

Ich beobachte, dass es mit zunehmendem Altern einfacher fällt, in solchen Situationen die passenden Worte zu finden. Jemandem einen Korb zu geben, braucht Mut und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Üben Sie also diese Dinge, um in Zukunft auch Unangenehmes klar ansprechen zu können.

*Doris Pfyl ist Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin, Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM, www.imagemodestil.ch

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