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Ratgeber

Dresscode «Kitchen Casual»: Was soll das bedeuten?

Ich habe eine Einladung erhalten, auf der als Dresscode «Kitchen Casual» steht. Darunter kann ich mir nichts vorstellen. Was bedeutet dieser Dresscode? Gibt es noch andere Codes, und was bedeuten sie? So oder so tue ich mich mit Kleidervorschriften schwer – wie weit soll/muss man sie denn einhalten?
Doris Pfyl*
Knigge-Trainerin Doris Pfyl.

Knigge-Trainerin Doris Pfyl.

Sehen Sie es positiv: Indem Ihnen ein Dresscode mitgeteilt wurde, fällt langes Überlegen weg, und Sie laufen nicht Gefahr, under- oder overdressed zu erscheinen.

Natürlich können sich Mann und Frau fragen, ob der herrschende Dresscodes-Dschungel nicht etwas übertrieben ist. Laufend lancieren kreative Gastgeber selbst erfundene Kleidervorschriften, wodurch Festivitäten bisweilen zu Kostümbällen ausarten. Wie weit dies mitgemacht werden soll, überlasse ich dem gesunden Menschenverstand.

Rufen Gastgebende aber einen realistischen und mit wenig Aufwand umsetzbaren Dresscode aus, sollten die Gäste sich unbedingt daran halten. Damit wird der Einladung und dem damit verbundenen Aufwand Respekt und Wertschätzung erwiesen.

Den in Ihrer Einladung aus­gerufenen Dresscode «Kitchen Casual» finde ich witzig, aber auch nützlich. Vermutlich werden Sie von Ihren Gast­gebern in der Küche oder in küchenähnlichem Rahmen verwöhnt. Somit sollte Ihre Kleidung mit den dort entstehenden Geruchsimmissionen zurechtkommen.

Ziehen Sie also unkomplizierte und vor allem waschbare Teile an. Bei der Dame kann das ein Kleid aus robusterem Stoff sein oder eine Hose mit Bluse. Beim Herrn empfehle ich eine Baumwollhose und ein Hemd. Von Shirts rate ich eher ab. Eine Essenseinladung verpflichtet zu einem gewissen Stil, auch wenn sie in der Küche stattfindet.

Dresscodes sind nichts Spiessiges, und zumindest einen sollte jedermann kennen.

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Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. Email: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Business Casual

Der Business Casual wird immer dann eingesetzt, wenn nicht zu viel Formalität, aber auch nicht zu viel Lässigkeit gefragt ist. Dabei handelt es sich um eine lockere Kleidung, die aber trotzdem korrekt und geordnet wirken soll. Dieser Dresscode ist fast immer passend. Mit ihm kann man an Partys, Essenseinladungen oder gar an nicht zu formelle Geschäftsanlässe gehen.

Die Dame trägt beim Business Casual ein dreiteiliges Outfit. Dieses besteht aus einer eher dunklen Hose – auch durchgefärbte Edeljeans sind möglich –, einer modischen Qualitätshose oder einem Jupe. Dazu kommt eine Bluse, ein Shirt oder Top in Kombination mit einem Blazer.

Beim Herrn kommt eine feine Cordhose, eine edle Jeans oder eine modische Hose in solider Qualität zum Einsatz. Dazu ein Langarmhemd in einer eher hellen Farbe und ein unkomplizierter Veston, etwa aus leicht strukturierter Ware.

Natürlich werden dazu unbedingt tadellos gepflegte Schuhe getragen. Staubiges Schuhwerk oder abgelaufene Absätze gehören zu keinem Dresscode und vernichten jeden Auftritt.

Zum Schluss mein persönlicher Tipp: Gehen Sie immer einen Tick zu gut angezogen an Einladungen. Bleiben Sie dabei aber authentisch und verfallen Sie modetechnisch nicht dem Jugendwahn. So beweisen Sie Selbstbewusstsein und Lebenserfahrung.

*Doris Pfyl: Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin, Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM, www.imagemodestil.ch

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